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STADT GÖTTINGEN
Straßennamen A - E
[00.00.0000] = offizielles Beschlußdatum
Albanikirchhof PLZ 37073 – [03.06.1864 ]
1862 | Am Albanithore (Göttinger Stadtarchiv StadtAGOE – B 100) |
1857 | Albanikirchhof ( Adressbuch Göttingen 1857 |
a. Kirchhof im engeren Bereich um die Kirche
1419 | Cimiterium Scanti Albani |
1419 | ante valvan s. Albani (vor dem Tore des hl. Albanus) |
0000 | Circa S. Albanum (Spätmittelalter) |
b. Südseite des Kirchplatzes (3 Häuser
1439 | Swanstoben |
14412 | Domus op der Goten |
Ziegenmarkt ( 1864 eingegliedert)
1857 | Ziegenmarkt (Göttinger Adressbuch) |
1816 | Ziegenmarkt |
1788 | Ziegenmarckt |
1765 – 1769 | Albani Thor HN 249 *1) |
1753 | Ziegenmarkt |
1750 | Ziegenmarkt |
1749 | Ziegenmarkt |
1740 | Ziegenmarckt |
1720 | Ziegenmarkt |
1702 | Ziegenmarkt |
1689 | Ziegenmarkt |
1687 | Ziegenmarkt |
1630 | Auf dem Ziegenmarkt |
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
c. Südwestliche Seite des Kirchenplatzes
Häuserreihe mit besonderem Namen
1623 | der Rösten oder dem Ziegenmarkt Auf der Rösten oder am Ziegenmarkt |
1537 | Up der Rosen Up der Rothen |
1537 | donum suam sitam up der Rosen tegen Sinthi Albani |
1458 | donum sitam iun Antique Villa uppe de Rosen |
1410 | Site extra muros nostre civitatis in Antiquae Villa in loco dicti up der Rosen |
Der Name leitet sich vom Heiligen Alban von Mainz ab. Im Rahmen der Neubenennungen im Jahre 1864 wurde der Bereich des Ziegenmarktes, welcher sich im Mündungsbereich der Lange Geismarstraße und Wendenstraße befindet, dem Albanikirchhof zugeordnet. Der Name Ziegenmarkt existiert heute nicht mehr. Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „circa S. Albanum“ für die Straße erwähnt.
St. Albanikirche : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Albani_(G%C3%B6ttingen)
Am Feuerschanzengraben PLZ 37083 – [10.11.1890]
1864 Reinhäuser Chaussee (TLW)
In alten Straßenplänen zwischen 1890 und 1915 wird abwechselnd die Bezeichnung „Feuerschanzengraben“ statt der offiziellen „Am Feuerschanzengraben“ genannt. Der Name Schanze bezieht sich hier nicht auf einen Wassergraben sondern einem hier verlaufende Teil einer Wehranlage aus damaliger Zeit. Schanzen sind Teile einer Festungsanlage. Die untere Teil der Straße war seit ca. 1885 bebaut. Die Häuser gehörten bis davor zur Reinhäuser Landstraße.
Im April 1903 erfolgte der Bechluß über den Ausbau der Straße von der Reinhäuser Chaussee (Reinhäuser Landstraße) bis zur verlängerten Sternstraße. Kostenaufwand 350.000 Mark
Der Straßenname bezieht sich auf eine alte Flurbezeichnung.
Am Geismartor PLZ 37073 – [14.08.1992]
Am Goldgraben PLZ 37073 - [28.11.1903]
1911 Goldgraben (Göttinger Adressbuch)
Vereinzelt taucht in den Stadtplänen die Bezeichnung „Goldgraben“ anstatt Am Goldgraben. Der Straßenname bezieht sich auf einen Wasserlauf „Goldgraben“, der am Fuß des Warteberges entspringt. Der Graben ist heute kanalisiert und wird unterirdisch abgeleitet.
Am Güterverkehrszentrum PLZ 37073 [07.07.2006]
2019 wurde die Straße um das Teilstück zwischen Kreisel in Höhe HN 12 (Firmenausfahrt Novelis Deutschland GmbH) und Kreisel Lutteranger erweitert / gewidmet. Amtsblatt Göttingen 2019 , Nr. 28 vom 28.12.2019.
Am Hasengraben PLZ 37073 – [08.11.1888]
1912 | Am Hasengraben |
1891 | Am Hasengraben (Göttingen Adressbuch 1891) |
1890 | Am Hosengraben ( Göttinger Adressbuch 1890) |
1888 | Am Hasengraben 1[08.11.1888] |
1885 | Am Hosengraben |
1883 | Rosengraben 1 |
1864 | Am Hosengraben 1[03.06.1864 |
1736 | Hosengraben |
1594 | Hosenwort |
1536 | Hose wort |
1482 | Der hose graben |
1482 | in der hosen 1 |
0000 | Baanklaadgraben (Beinkleidgraben) Spottname in der Göttinger Bevölkerung |
Den Namen „Am Hasengraben“ gibt es ab November 1888, davor hieß die Straße „Am Hosengraben“. Die Änderung erfolgte durch Beschwerden der Anwohner , da sie diesen Namen für unanständig hielten, da sie meinten der Name leitet sich von der Hose (sprich dem Beinkleid ). Wer wohnte also schon in einer Hose. Der alte Name „Hosengraben“ hat aber nichts mit den Beinkleidern, sprich der Hose zu tun.
Im Mittelalter führte der damals genannte Steinweg (die heutige Groner Landstraße) über die Leine, beiderseits von Gräben flankiert, dem Gailgraben vom Gerichtsberg kommend und der Hosengraben südlich in Richtung Gerichtsberg fließend. Beide Gräben wurden im Laufe der Jahrhunderte verrohrt, überbaut und sind heute nicht mehr zu lokalisieren. Es erinnern nur noch die Straßennamen an sie. Die an den Graben angrenzende Flur trug den Namen „in den Hosen“, welche im Jahr 1482 nachweisbar ist. Die Straße hieß früher „der hose graben“ , 1737 „Hosengraben“ Den Namen „Am Hosengraben“ behielt er bis November 1888 , danach wurde er in „Am Hasengraben“ umbenannt. Der Straßename „der hose graben“ gibt hier den Hinweis. Das Wort „hose“ leitet sich von dem Wort horst ab. Im Mittelniederdeutschen bedeutet horst oder hurst ein niedriges Gestrüpp oder auch einen wilden Ort. Umgangssprachlich heißt es horst, plural hursten. Hieraus entwickelte sich das Wort Hossen.
1 aufgrund Magistratsbeschluss 1864 Am Hosengraben , 1888 Am Hasengraben . In der Literatur und auf Stadtplänen tauchen die unterschiedlichsten Definitionen auf. Der Name Rosengraben wurde nach Absprache der Hausbewohner mit der Postboten als postalische Anschrift gewählt. Der Straßennamen wurde als solches vom Magistrat 1883 vom Magistrat abgelehnt. Auf vorliegenden Straßenkarten taucht ab 1912 der Straßenname „Am Hasengraben“ regelmäßig auf. Auf Stadtplänen und Schriften taucht zwischen 1890 und 1915 ab und zu noch der Straßenname „Hasengraben“ anstatt „Am Hasengraben“ auf. Für das Jahr 1482 liegen zwei unterschiedliche Definitionen des Straßennamens vor.
Im Volksmund hieß die Straße „Am Hasengraben“ lange Zeit als Spottname auch „Baanklaadgraben“ („Beinkleidgraben“),
Laut Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der Straße in recht und linke Straßenseite.
Am Kreuze PLZ 37075 – [06.02.1914]
Laut Adressbuch von 1932 gab es eine Neu- / Umnummerierung der HN.
Am Leinekanal PLZ 37073 – [16.11.1896]
1900 | Am Leinecanal |
1897 | Am Leinekanal |
1896 | Mühlenstraße (TLW) [03.06.1864] |
1864 | Leinestraße [03.06.1864] |
1857 | Leine Straße |
1816 | Leinen Straße |
1788 | Leinenstraße |
1788 | Leine Straße |
1773 | Die Leine Straße |
1753 | Leine Straße |
1750 | Leine Straße |
1749 | Leine Straße |
1740 | Leine Straße |
1737 | Die Leine Straße |
1734 | Mühlenweg |
1720 | Mühlenweg |
1702 | Mühlenweg |
1689 | Mühlenweg |
1687 | Mühlenweg |
1591 | an der Molenstraße |
1550 | vor der Molenporten : domus sita inter murum et Leynam |
1549 | ahn dem wege na der Mohle henuth |
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0000 | Wege na der Mohle |
Die Umbenennung der Straße im Jahre 1896 in Am Leinekanal wurde notwendig , da 1895 eine Straße zwischen Schiefer Weg und Rosdorfer Weg gebaut wurde , die den Name “Leine Straße” erhielt (Diese neue „Leinestraße“ wurde bereits seit 1872 in den Göttinger Adressbüchern geführt.).
Die Große Mühle (Stockleff – Mühle) am Leinekanal war postalisch bis 1896 der Mühlenstraße zu geordnet. Sie wird in den Allgemeinen Adressbüchern für Göttingen unter Mühlenstraße HN 2 (Heute Am Leinekanal 1) geführt. Die Straße Am Leinekanal wird ab dem Jahre 1897 in den Adressbücher gelistet, davor wurden die Häuser der Mühlenstraße zugeordnet
Am Sölenborn PLZ 37085 – [05.11.1954]
Benannt nach einem Flurnamen ; bzw. nach dem Bach Sölenborn. Die Quelle lag früher am Ostende der Straße. Das Wasser des Sölenborn wird heute unterirdisch abgeleitet. Der Sölenborngraben verlief im Mittelalter unter anderem in der Nähe der Turmstraße.
Am Steinsgraben PLZ 37085 – [08.11.1888]
2011 | Am Steinsgraben [17.12.2021 |
1890 | Geismar Chaussee 9 A, 9 B, 9 C und 9D , sowie Friedländerweg 10 eingegliedert |
1890 | Steinsgraben |
1881 | Geismar Chaussee – TLW |
1594 | steinsgaven |
Auf alten Stadtplänen tritt bis ca. 1936 der Name “Steinsgraben” immer wieder auf und nicht die richtige Bezeichnung “Am Steinsgraben”.
Der Name “Am Steinsgraben” bezieht auf eine Wasserlauf, der aus dem Ebertal kommt. Der Graben wurde bereits 1594 als Steinsgraven nachgewiesen. Heute existiert dieser Graben nicht mehr , sondern wird unterirdisch abgeleitet.
In den Göttinger Adressbüchern von 1890 bis 1898 taucht nur die Bezeichnung Steinsgraben auf anstatt der offiziellen Bezeichnung Am Steinsgraben.
Ab 1881 war zuerst der untere Teil bebaut, die Häuser zählten zu dieser Zeit jedoch zur Geismarer Chaussee (heute Geismar Landstraße).
Am Juni 1902 ist der straßenmäßige Ausbau der Straße auf der Strecke Friedländer Weg bis zum Militärlazareth beschlossen.
Im Göttingen Adressbuch von 1920 wird der Straßenverlauf ab Höhe Beethovenstraße / Wörthstraße bis Merkelstraße noch als Koppelweg bezeichnet.
Laut Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN.
Gemäß Rats Info: FB66/0652/21 vom 17.12.2021 wurden mehrere Fußwege nördlich der Straße Am Steinsgraben entwidmet. Sie waren seit 1969 als Fußwege gewidmet.
Am Weißen Steine PLZ 37085 – [14.12.1903]
1920 Am Weißen Stein ( Göttinger Adressbuch 1920)
1911 Am Weißenstein (Göttingen Adressbuch 1911)
1482 by dem Wittensteine (alte Flurbezeichnung)
Oktober 1903 erfolgte der Ausbau der Straße zwischen dem Steinsgraben ( Wasserlauf) und Kasernen vom Friedländer Weg in östliche Richtung folgend.
Angerstraße PLZ 37073 – [20.02.1902 erweitert]
1864 | Angerstraße [03.06.1864 beschlossen] |
1862 | Angerstraße |
1834 | Der Anger (Heumann) |
1816 | Der Anger |
1815 | Anger – Straße |
1797 | Auf dem Anger *1 |
1758 | Vor und auf dem Anger |
1753 | Der Anger |
1750 | Der Anger |
1749 - 1753 | Auf dem Anger |
1740 | Der Anger |
1737 | Anger |
1720 | Auf dem Anger // Der Anger |
1702 | Auf dem Anger |
1689 | Auf dem Anger |
1687 | Auf dem Anger |
1639 | Auf dem Anger |
1621 | Auf dem Anger |
1604 | Auf dem Anger |
1585 | Up dem Anger |
1564 | Up dem Anger |
1554 | Vicus dictus de Anger |
1553 | Locus dictus de Anger |
1549 | Nova Civitas et primo de Anger |
1476 | uppe unser Nyenstadt uppeme Anger |
1403 | up dem Angere |
1373 | uppe dem angre |
1328 | als „Feld“ erwähnt |
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0000 | Up dem Anger |
0000 | Uppe dem anghere |
Der Durchbruch durch den Wall erfolgte um 1890, erst 1902 wurde diese Erweiterung mit einbezogen.
Im Stadtplan von Göttingen 1939, Verlag von E. Kelterborn verlief die Angerstraße von der Groner – Tor – Straße bis zur Wiesenstraße. Das Teilstück zwischen Bürgerstraße und Wiesenstraße ist heute Teil der Cramerstraße.
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766 , und Michael 1768 - Ostern 1769 erwähnt.
Anna – Zammert – Allee PLZ 0000 – [00.00.0000]
Anna – Zammert - Allee
Benannt nach Anna Zammert ,geb. Rabe , 1898 - 1982
RatsInfo : Nach Vorschlag der CDU / FDP – Gruppe ( GrCuF-005-12) vom Feb.2012 wurde als Benennung der Erschließungsstraße auf dem ehemaligen Brauereigelände die Namen „Am Alten Brauhaus“ und „Ella – Büllow – Allee vorgeschlagen“
Benannt nach Braunau am Inn , Österreich. Geburtsort von Adolf Hitler
Auf der Hufe PLZ 37079 – [05.12.1947]
1922 Maschmühlenweg ( Schießstände / Cafe Schlößchen Waldfrieden)
Im Adressbuch von 1922 wird unter dem Maschmühlenweg der Bereich zwischen Auf dem Hagen und Maschmühlenweg „Militär - Schießstände“ erwähnt. Im Adressbuch von 1932 werden das Cafe „Schlößchen Waldfrieden“ ; bzw. die Schießstände des II. Bat. 17 erwähnt. In diesem Bereich ist heute das Göttinger Tierheim anzuordnen.
Auf der Hufe
Der Begriff „Hufe“ bezieht sich hier vermutlich auf ein altes deutsche Ackermaß ; bzw. bezeichnete früher ein landwirtschaftliches Gut mit einer Größe von ca. 30 Morgen Land.
Maschmühlenweg:
Benannt nach der Maschmühle. Der Weg führt hinter dem Weender Tor auf die alte Maschmühle zu. Im Adressbuch von 1862 wurde die Straße als „ Weenderthor – am Maschmühlenwege rechts“ und Weenderthor – am Maschmühlenweg links“ erwähnt.
Bahnallee PLZ 37073 [10.09.1986]
1923 Groner Landstraße TLW
1865 Groner Chaussee TLW
Das frühere Reichsbahn – Ausbesserungswerk wurde früher unter der Adresse Groner Landstraße 10 – heute Bahnhofsallee 1 geführt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbesserungswerk
Barfüßerstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1857 | Barfüßerstraße (Göttinger Adressbuch) |
1834 | Baarfüßer Straße |
1816 | Barfüßer Straße |
1765-1769 | Barfüßerstrasse *1 |
17153 | Barfüßer Straße |
1750 | Baarfüßer Straße |
1747 | Paarfüßerstraße |
1740 | Baarfüßer Straße |
1737 | Baarfüßerstraße |
1737 | Barfüßer – Straße |
1608 | Barfüßerstraße |
1585 | Platea Minoritarium ( südl. Seite bis Wilhelmsplatz) |
1569 | Barvotenstraten |
1557 | Barfotenstraten |
1553 | Barvotenstraten |
1545 | In platea minorum |
1535 , 1540 | Barvotenstraten |
1532 | In platea minorum |
1419 | Platea barvotorum |
1413 | barvotenstrate |
1413 | barfotenstrate |
1406 | In der Barvoten Straten |
1356 | In Platea fraterum minoum |
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0000 | De Barvotenstrten |
0000 | Platea Minorum |
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „platea bavotorum“ für die Straße erwähnt.
Im Jahre 1737 war der Straßenverlauf von der Weender Straße über die Jüdenstraße bis zum Wilhelmsplatz / Burgstraße. Die heutige Friedrichstraße existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Benannt nach der 1268 in Göttingen gegründeten der Barfüßer-/ Minoriten-/ Franziskanermönche
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
Bebelstraße PLZ 37081 – [07.03.1947]
Berliner Straße PLZ 37073 [08.05.1987]
1956 Berliner Straße [13.06.1956]
1864 Bahnhofstraße [03.06.1864]
0000 Schützenallee
1778 „Neue Weg vor dem Weender Tore“
0000 “der Philosophische Gang”
Im Sommer 1778 wurde damit begonnen auf dem früheren Festungsgelände zwischen dem Weender- und dem Grone Tor anstelle des „Philosophischen Ganges“ eine Straße anzulegen , welche der „neue Weg vor dem Weender Tore“ genannt und mit Kastanienbäume bepflanzt wurde. Späte wurde sie in Schützenallee umbenannt.
Die Straße wurde erstmalig 1864 als Bahnhofstraße erstmalig amtlich beschlossen und zur Erinnerung an den Aufstand vom 17.07.1953 im Jahre 1956 in Berliner Straße umbenannt.
1987 wurden Bahnhofsplatz und Heinrich-von-Stephan-Straße aus der Berliner Straße herausgetrennt. Die damaligen bewohnten Häuser an der Bahnhofstraße ( heute Berlinerstraße ) wurde im Göttinger Adressbuch von 1857 nur als Weg rechts vom Weender Thor; bzw. links vom Groner Tor ohne Namen erwähnt.
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Im April 1951 erfolgte die Zuschüttung des früheren Schwänchenteiches (Rest des alten Stadtgrabens) vor dem Wall zwischen der Goethe – Allee und dem Groner Tor.
Im Jahr 1953 wird am östlichen Rande des Bahnhofvorplatzes der letzte Rest des Bleichert – Graben auf 200 kanalisiert.
Im Juni 1953 erfolgte die Entfernung des Sockels des Krieger – Denkmal an der Kreuzung Goethe – Alle / Berliner Straße. Der Bronzeadler war bereits während des Krieges Metallsammlern zum Opfer gefallen.
Im Dezember 1966 erfolgte das Richtfest eines Fußgängertunnel unter der Berliner Straße auf Höhe der Goethe – Allee. Der Tunnel wurde im März 1967 der Öffentlichkeit übergeben. Im Herbst 2010 wurde der Tunnel geschlossen und rückgebaut. Gründe waren die oberiridische Querung der Berliner Staße und Einsparung der jährlichen Kosten von 27.000 Euro für Strom , Wartung und Bauunterhaltung des Tunnels.
Bertheaustraße PLZ 37075 [13.12.1888]
1878 Weender Chaussee 16 A - 17 K
Laut dem Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Benannt nach Prof. Ernst Bertheau ( 1812 – 1888) . Er war Professor für orientalische Sprachen in Göttingen. Er setzte sich für wohltätige Zwecke ein und ermöglichte durch den Einsatz von eigenen Mitteln den Bau der Häuser in der Bertheaustraße.
Bismarckstraße PLZ 37085 – [25.03.1915]
1922 Bergstraße HN 50 ( heute Calsowstraße)
früher im Volksmund “Franzosenstraße” genannt
Der Bau der Bismarkstraße wurde 1912 geplant, aber erst im April 1916 mit dem Bau begonnen. Im Volksmund hatte die Straße auch den Namen “Franzosenstraße”. Sie erhielt ihren Namen daher, da die Straße durch französische und belgische Kriegsgefangene errichtet wurde, welche damals im Kriegsgefangenenlager Ebertal untergebracht waren. Damals bot der damalige Kommandant des Lagers, Oberst Bogen, der Stadt Göttingen an, die Kriegsgefangenen ohne eine Entschädigung zum Bau zur Verfügung zu stellen. Benannt wurde die Straße nach Otto von Bismarck.
In den Adressbüchern bis ca. 1922 wird der Kaiser-Wilhelm-Park unter der Adresse Berstraße HN 50 ( heute Bismarkstraße HN 119) geführt.
Boieweg PLZ 00000 – [06.11.1953]
Benannt nach Hermann Boie ( 1838 – 1908) Gründer der Firma H. Boie Metallwarenfabrik.
Boieweg 7
In den Bauakten ist das Grundstück im Bebauunsplan nicht mit einer Hausnummer versehen. Es wurde unter der Bezeichnung Fabrikweg 2-4-6 geführt.
Borheckstraße PLZ 37085 - um 1890 nachgewiesen
1937 Hainholzweg TLW
Ab etwa Höhe Eulenturm entspricht die Borheckstraße der alten Straßenführung des Hainholzweg bis zum Hainholzhof. Die Straße wurde nach Karl Borheck ( 1833 – 1913) , Senator in Göttingen , benannt. Im Adressbuch von 1865 wurde der Hainholzhof ( heute Borheckstraße 66) unter der Adresse Hainholzweg 12 geführt, danach unter Hainholzweg 66
Brauweg PLZ 37073 [12.05.2006]
1888 Brauweg [08.11.1888]
1890 Walkenmühlenweg HN 7 ( Walkemühle)
Im Vergleich der Adressbücher 1932 und 1937 gab es ein Um- und Neunummierungen der Hausnummern.
Die Straße wurde in der Zeit von 1914/16 an das örtliche Stromnetz angeschlossen .
Brauweg :
Benannt nach der hier errichteten Brauerei. Heute abgerissen. Der Nebenschluss 2006 wurde notwendig, da die heutige Car-Mahr-Straße aus der Straße herausgetrennt wurde.
Walkemühlenweg
Nach dem Adressbuch von 1890 wurde die damalige Walkemühle (Walkemühlenweg HN 7 – 1890) dem Brauweg zugeschrieben (Brauweg HN 21 – 1890)
Breymanstraße PLZ 37073 24.06.1907]
Ursprünglich war geplant die neu gebaute Breymannstraße durch die Stadt Göttingen in „Liebrechtstraße“ zu benennen. Dieses wurde verworfen und die heutige „Liebrechtstaße“ danach benannt.
Brüder – Grimm – Allee PLZ 37075 [17.01.1940]
1939 Grimm – Allee ( im Stadtplan erwähnt)
1925 Grimmstraße( (beschlossen ) [30.03.1925]
0000 Feldscheideweg ( TLW : Obere Teil des zwischen der heutigen Ewaldstraße und dem Wald unterhalb des Rohns
Brüder-Grimm-Allee:
Benannt nach den Gebrüdern Grimm, Prof. Dr. Jakob Grimm (1785 – 1863) und Prof. Dr. Wilhelm Grimm (1786 – 1859). Sie waren Professoren der Georgia Augusta und gehörten zu den Göttinger Sieben.
1953 – 1959 Umgestaltung der Kreuzung Dahlmannstraße / Brüder – Grimm – Allee / Düstere Eichenweg
Bühlstraße PLZ 37073 – [13.08.1889]
1864 | Bühlgasse [03.06.1864] |
1612 | Beulgasse Bullgasse |
1598 | Buhlstraten |
1594 | Beuelgassen |
1581 | vor St. Albans Tor in der Builstraten |
1566 | In der Buidelstraten |
1536 | Buwelstraten |
1533 | Bulestraten |
0000 | in den buildstraten |
In der Göttinger Zeitung Nr. 3900 vom29.09.1876 wird die heutige Bühlstraße unter der Bezeichnung Bühlgasse als öffentliche und gepflasterte chaussierte Straße erwähnt.
Abgeleitet „Bühl“ bedeutet Hügel. Hier handelt es sich um die Anhöhe, auf der die Albanikirche steht, dorthin führte die Bühlgasse vom Nikolausberger Weg her.
Im Göttinger Adressbuch von 1888/89 wurden einige Häuser der Bühlgasse [heute Bühlstraße] zugewiesen, welche erst im Göttinger Adressbuch von 1890 unter der Adresse Theaterplatz auftauchten.
Adressbuch 1888/89 Adressbuch 1890
Bühlgasse 15 Theaterplatz 10
Bühlgasse 16 Theaterplatz 11
Bühlgasse 16 A Theaterplatz 9
Bühlgasse 17 Theaterplatz 7
Bühlgasse 17 A Theaterplatz 8
Bühlgasse 17 B Theaterplatz 5
Bühlgasse 18 Theaterplatz 3
Laut dem Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Bürgerstraße PLZ 37073 - 1864
In den Göttinger Adressbüchern von 1857 und 1862 wird die Straße namentlich noch nicht erwähnt ; sie wird nur als Weg ohne Namen vom Geismar Tor links um die Stadt verlaufend und vom Groner Tor rechts um die Stadt verlaufend erwähnt.
Nach dem Adressbuch von 1872 kam es zu einer Umnummerierung.
Nach dem Adressbuch von 1875 kam es zu einer Umnummerierung.
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Die Straße wurde nach Prof. Gottfried August Bürger , 1747 – 1894 , benannt.
Burgstraße PLZ 37073 –[03.06.1864]
1920 | Speckstraße HN 15 -> Burgstraße 38a (Adressbuch 1920) |
1765 | Burgstraße *3 = erwähnt HN 371 |
1750 | Burg Straße |
1740 | Burg Straße |
1737 | Burgstraße / Burg – Straße |
1734 | Lange Burgstraße |
1635 | Burckstraten |
1634 | Burckstraße |
1619 | Burchstraße |
1613 | Borchstraße |
1612 | Burchstraße |
1611 | Borchstraße Burchstraße |
1609 | Burchstraße |
1608 | Borckstraße Burchstraße |
1603 | Borckstraten |
1419 | Castrensis |
1370 | platea borchstrate (Alte Burgstraße) |
1370 | Obere Burgstraße *1 |
a. Alte Burgstraße
Vor dem Durchbruch der Theaterstraße im Jahre 1899 mit geschlossener Häuserreihe, Westseite nur bis Speckstraße
1601 | Burchstraten |
1599 | Burckstraße |
1597 | Borchstrassen |
1585 | de lange Borchstrate ( vom Ritterplan bis Wilhelmsplatz) |
1560 | Up der Borchstraten |
1556 | De Lange Borchstraten |
1555 | Borchstraten |
1553 | Platea Castrensis |
1415 | Castrensis |
1414 | Borchstrat |
1412 | Urbis |
1374 | in Platea Urbis |
1370 | in platea Borchstrate |
b. Obere Burgstraße
Von der heutigen Friedrichstraße bis zur Roten Straße. Im Mittelalter waren beide Straßenseiten verschieden benannt
Ostseite
1720 | Hinter der Münze (südl. Burgstraße) |
1616 | Übe den Barfüßern |
1614 | Bogem dem Barfüßer |
1585 | Supra Minores |
1547 | Boven den Barvoten |
1536,1537 | Boven dem Barvoten |
1536 | superior Minorum |
1458 | superius Barvotorum |
1430 | ex oppositio Barvotorum |
1419 | boven den Barvoten (Oberhalb der Barfüßer) |
1416 | boven den Barvoten to Sinte Albans Dore wort |
1415 | superius Barfoten |
Westseite: Ebenfalls mit privater Bebauung entlang dem Wilhelmsplatz zur Roten Straße hin durch sich der streckenden Klosterkomplex.
1561 | boven in der Roden Strathen gelegen twuschen der Barvothen Closter und Hanse Kunnen huse |
1539 | in Cimiterio Minorum |
1422 | in der Roden Straten an der Ecke bi der Steinkameren der Barvoten |
1416 | Rubea secundum latrus versus Fratres Minores |
Anfang des 17. Jahrhundert wurde der bisher als Boven den Barvoten bezeichnete Abschnitt von der Roten Straße bis Gabriel von Sneen gatzen, dem Beginn der eigentlichen alten Burgstraße , an diese angegliedert, zunächst mit dem Zusatz „über den Barfüßern“
1749 | auf der Burg Straßen belegenes Wohnhaus (Grundstück Burgstraße Nr. 49) |
1601 | uf der Burchstraten boben den Barfüßern |
Mitte des 18, Jahrhundert wurde die Bezeichnung „Burgstraße“ wieder aufgegeben und der neue Name des ehemaligen Klosterhofes, Neumarkt, nun auch auf die Häuser der oberen Burgstraße übertragen:
1824 | an der Oberen Burgstraße oder Neuen Markte |
1816 | an der neuen Markstraße |
1767,1768 | Neuemarckt *5) = erwähnt HN 327 |
1767, 1768 | Neumarckt *6 = erwähnt HN 326,332,341 |
1767 | Neuenmarckt *7) = erwähnt HN 326,327,332 |
1765 | Neue Marckt *4) = erwähnt HN 326 , 327, 341 |
1765 | am Neumarkt *2) |
1748 | Auf dem neuen Markte |
1720 | Burgstraße gegen die Münze |
Die Umbenennung des Neumarktes in Wilhelmsplatz brachte völlige Verwirrung in die Benennung der oberen Burgstraße:
1842 auf der Burgstraße oben nach der Rothen Straße jetzt in der Wilhelmstraße
1839 Münzenstraße
1864 erfolgte die endgültig die Wiedereinführung des Namens Burgstraße für diesen Straßenabschnitt.
Im Stadtplan nach Gesmer aus dem Jahre 1737 verlief die Straße vom Ritterplan bis zur Barfüßerstraße / Wilhelmsemsplatz und der Rote Straße. Zu diesem Zeitpunkt existierten die Friedrichstraße und der Theaterstraße noch nicht. Im Göttinger Adressbuch für das Jahr 1898 wird erwähnt, dass die HN 26 und 28 der Burgstraße zu Gunsten der damaligen Schulstraße (heute Theaterstraße) abgebrochen worden sind. Unter Dörries , Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen , Northeim und Einbeck , 1925 , werden für das Spätmittelalter die Straßennamen „brochstrate“ und „platea castrensis“ erwähnt. Der Name „platea castrensis“ bezieht sich auf die 1298 erstmalig erwähnte Burg (Castrum). Der welfische Wirtschaftshof befand sich in der nordöstlichen Ecke der Stadt in der Nähe der inneren Stadtmauer.
*1) Die Obere Burgstraße verlief von der heutigen Friedrichstraße bis zur Rote Straße.
*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766 erwähnt.
*3) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*4) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 und Ostern 1768 – Michael erwähnt.
*5) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1767 – Michael 1767 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*6) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1767 – Michael 1767 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*7) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1767 – Ostern 1768 erwähnt.
Calsowstraße PLZ 37085 [07.05.1926]
Dahlmannstraße PLZ 37073 – 1910
1892 Ringstraße
Benannt nach Friedrich Christoph Dahlmann (1785 – 1860), Politiker und Historiker. Gehörte zu den „Göttinger Sieben“. Die Ringstraße wird unter anderem in den Göttinger Adressbüchern von 1897 und 1900 erwähnt.
1953 – 1959 Umgestaltung der Kreuzung Dahlmannstraße / Brüder – Grimm – Allee / Düstere Eichenweg
Düstere - Eichen – Weg PLZ 37073 – [24.12.1945]
1933-1945 | Schlageter Weg (teilweise - Herzberger Landstraße bis Eichendorffplatz ) [18.05.1933] |
1933-1945 | Düstere – Eichen – Weg [18.05.1933 |
1864 | Düstere – Eichen – Weg [03.06.1864] |
1857 | in den düsteren Eichen (Göttinger Adressbuch 1857) |
1750 | in den düsteren Eichen (Seutter) |
1377 | in den dusteren eken |
Laut dem Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Änderung ADRESSBUCH 1888/89 zur 1890
AB 1888/89 AB 1890
Herzberger Chaussee 13 Düstere Eichenweg 2
Laut Adressbuch von 1937 zu 1932 gab sich folgende Umbenennung im Zeitraum von 1933 – 1945:
Schlageter Weg : von Herzberger Landstraße bis Dahlmannstraße . In diesem Bereich wurde nur der Straßenname geändert, die Hausnummer bleibt gleich.
HN 1932 zu 1937
1932 : Linke Seite : HN 1 bis 23 Rechte Seite HN 1 bis 23
1937 : Linke Seite : HN 2 bis 32 Rechte Seite HN 2 bis 32
Düsteren Eichenweg: von Dahlmannstraße bis Nikolausberger Weg: Der Straßenname blieb gleich. Jeder Erfolge eine Umnummerierung der Hausnummern.
HN 1932 zu 1937
1932 : Linke Seite HN 25 – 59 a Rechte Seite HN 36 - 72
1937 : Linke Seite HN 1 – 41 Rechte Seite HN 4 - 40
Düstere – Eichen – Weg:
In der Zeit von 1933 bis 1945 wurde der Straßenverlauf zwischen Eichendorffplatz und Herzberger Landstraße in Schlageterstraße umbenannt. Der Name der Straße geht auf eine alte Flurbezeichnung zurück, welche bereits 1377 als „in den dusteren eken“ nachgewiesen wurde. Er verweist auf einen Weg, der damals zu einer bewaldeten Fläche mit Eichen hinläuft.
Schlageter Weg:
Der Schlageter Weg wurde nach Albert Leo Schlageter (1894 - 1923) Er war Soldat im Ersten Weltkrieg und angehöriger verschiedener Freikorps. Während der französischen - belgischen Ruhrbesetzung nach dem Ersten Weltkrieg war er militanter Aktivist und wurde wegen mehrerer Sprengstoffanschläge und der Spionage vor einem französischen Militärgericht in Düsseldorf zum Tode verurteilt und als einziger Attentäter hingerichtet. Die anderen 10 Personen wurden zwar erst zum Tode verurteilt, doch die Urteile wurden in langjährige Haftstrafen oder Zwangsarbeit umgewandelt. Er wurde danach von der politisch Rechten zum Nationalhelden emporgehoben. Es entstand der „Schlageter - Kult“. In der Weimarer - Republik und unter dem Nationalsozialismus entstanden über 100 Schlageter - Denkmäler, von denen ca. 20 noch in Resten existieren. Im Göttinger Umkreis ist der Schlageter - Stein in Northeim auf der Wilhelmswiese zu erwähnen. Der Stein lag früher zentral, wurde jedoch Anfang der achtziger Jahre an den Rand der Wiese gestellt. Bei Bremke gibt es an einen abgelegenen Steinhang eine Schlageter - Inschrift, aber außer Name und „Düsseldorf“ sind alle Worte ausgekratzt.
1953 – 1959 Umgestaltung der Kreuzung Dahlmannstraße / Brüder – Grimm – Allee / Düstere Eichenweg
Düstere Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1857 | Düstere Straße ( Göttinger Adressbuch 1857) |
1816 | Düstere Straße |
1765-1769 | Düsterestrasse *1
|
1737 | Düstere Strasse |
1633 | Duesterstraße |
1621 | Dusterstraße |
1620 | Dusterenstraten |
1617 | Dusternstraße |
1614 | Dusternstraße Dusternstraten |
1610 | Dustern Straten |
1609 | Dustern Straten |
1608 | Düsterstraße Dusternstraten |
1606 | Dustern Straße |
1605 | Dusternstraten |
1601 | Dusterenstraten |
1585 | Platea tenebrosa |
1579 | bi dem Dusteren Dhore |
1574 | Dustern Straten |
1571 | Dustern Straße |
1557 | Duisterenstraten |
1556 | Dusterenstraten Dusternstraten Duistern Straten Duisterenstraten |
1547 | In platea tenebrosa |
1537 | In platea tenebrosa |
1531 | in Tenebrosa Platea |
1530 | in den Dusteren Straten |
1402 | in platea tenebrosa |
1402 | ad Valvam in Platea Tenebrosa |
1383 | platea dicta Dusterstraten |
1382 | in Platea Dusterstrate |
1963 – 1991 Umgestaltung und Ausbau der Düstere Staße . 1966 Abbruch des städt. Siechenhauses
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766 erwähnt.
Ederstieg PLZ 37081 – [01.11.1963]
Eisenbahnstraße PLZ 37073 – [25.04.1901
Eisenbahnstraße
Erste Gebäude wurden bereits 1871 ewrrichtet und nicht 1901
Die Straße verlief früher parallel zur damaligen Eisenbahnlien Göttingen – Bebra.
Elliehäuser Weg PLZ 37079 [03.06.1864]
1864 Elliehäuser Weg
Der Elliehäuser Weg war bis zum Bau der Autobahn die Verbindungsstraße zum Nachbarort Elliehausen.
Südlich des Weges lag damals das Flugfeld des Göttinger Fliegerhorstes.
2017 wurde der Bereich zwischen August – Spindler – Straße und Otto – Brenner – Straße entwidmet. (Siehe RatsInfo: FB66/0314/16 vom28.12.2016. Der Weg wurde überbaut .Die überbaute Straße befindet sich heute auf dem Betriebsgelände der Firma Sartorius AG.
Emilienstraße – PLZ 37075 - [28.11.1899]
1899 Feldstraße [08.08.1899]
Emilienstraße:
Benannt nach Emilie von Warnstorff, geb. Stegemann, 1857 – 1906. Ehefrau von Carl Friedrich Gustav von Warnstorff. Die Straße wurde 1899 auf Wunsch der Anlieger umbenannt.
Am 03.05.1989 erfolgte der Vertag zwischen dem Magistrat de Stadt Göttingen und dem Fabrikanten C. Warnstorff , Zimmermann Carl Berger und Zimmermann August Hoffmann über die Anlegung der Emilienstraße.
Ernst – Abbe –Straße PLZ 37081 – [02.11.1962]
1962 Greitweg – Baracken (Göttinger Adressbuch 1956)
0000 Königsallee 221 (ehemaliger Fliegerhorst Göttingen )
Das Gebiet gehörte früher zum ehemaligen Fliegerhorst Göttingen. Hier befanden sich früher die Mannschaftsbaracken des Zwangsarbeiterlagers Egelsberg. Nach dem Krieg wurden daraus Unterkünfte ähnlich wie die Baracken im Ebertal. Die Unterkünfte wurden ca. 1960/61 abgerissen . Auf dem Gebiet baute danach die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Göttingen Wohnungen. Im Göttinger Adressbuch von 1966 wurde die Straße noch als unbebaut beschrieben.
https://www.zwangsarbeit-in-goettingen.de/texte/egelsberg.htm
Ernst – Abbe – Straße
Benannt nach Ernst Abbe :
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Abbe
Die Benennung des Walls in Ernst – Honig – Wall bezieht sich nur auf den Wallabschnitt zwischen dem Weender Tor und der Theaterstraße. Der Abschnitt des Walls zwischen Weender Tor und Reitstallstraße / Obere Maschstraße trägt den Namen Grotefend – Wall.
Ernst – Schultze – Straße PLZ 37081 – [26.10.1933]
1934 Geheimrat – Schultz – Straße
1927 Am Voßbach
1914 Am Vossloche / Am Voßloche[UNBEKANNT]
Erste Gebäude wurden bereits 1908 errichtet und nicht erst 1920.
Im Vergleich der Adressbücher von 1932 und 1937 kam es zur Umbenennung der Straße . Die einzelnen HN wurden beibehalten.
Ernst – Schultze – Straße:
Ernst Schultze (1865 – 1938) war von 1912 bis 1933 Direktor der damaligen Heil – und Pflegeanstalt auf dem Leineberg in Göttingen.
Geheimrat – Schultz – Straße:
Der Name Geheimrat – Schultz - Straße wird im Stadtplan Göttingen , Grieben von 1934 , sowie im Göttinger Stadtplan von 1935 erwähnt.
Am Voßloch
Das Wort Voss im Straßennamen „Vossloch “ leitet sich vermutlich vom mnd. Wort „Voss“ für Fuchs ab.
Europa – Allee PLZ 37079 [08.12.1967]
0000 „Alter Bovender Weg“
(Teilstück zwischen Holtenser Landstraße bis zur Brücke über die heutige B 27 (Zubringer zur Autobahn)
USER-AGENT : Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko; compatible; ClaudeBot/1.0; +claudebot@anthropic.com)
IP-Adresse 216.73.217.114
