Heutige Straßennamen - Stadt Göttingen_F-K

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STADT GÖTTINGEN         

STRASSENNAMEN F - K

[00.00.0000] = offizielles Beschlußdatum        

Fabrikweg PLZ 37075 – [12.12.1890]

                0000 Weender Landstraße 49 

Der Weg führte zum damaligen Zuckerfabrik – heute Gallus-Park , deren Betrieb 1905 eingestellt wurde.

Früher wurden die HN 2 und 2a der Weender Landstraße 49 zugeordnet.

Felix - Klein - Straße PLZ 37083 – [01.03.1929]

1904 Lindenstraße [16.09.1904]

               1900 Koppelweg 1253

 

Felix – Klein – Straße:

Benannt nach Prof. Dr. Felix Klein (1849 – 1925). Göttinger Professor, Er forschte auf dem Gebiet der reinen und angewandten Mathematik

Lindenstraße

Benannt nach dem Baum, die Linde

 
Flüthenweg PLZ 37085 – [20.07.1951]
1944 Flüthenweg [10.10.1944]
1731 In den Flüten
1634 Flüten weg
1588 ann dem fluten weg
 
Ber der Benennung der Breslauer Straße im Jahre 1951 wurde der westliche Teil des Flüthenweges der Beslauer Straße zugeschlagen , der östliche Teil behielt den Namen bei. Benannt nach einer alten Flurbezeichnung.
 

Friedländer Weg PLZ 37085 – [03.06.1864]

                1857 Friedländer Weg ( Göttinger Adressbuch )

1731 erwähnt als Friedländer Heerstraße (Göttinger Adressbuch 1995)

 

Der Friedländer Weg war ein Stück des Hellweges. Die Verkehrsstraße verlief in etwas im Bereich Friedländer Weg, Bühlstraße und Humboldallee. Auf Plänen des 18. Jahrhunderts wird der südliche Teil des Friedländerweges als „Oberer Geismar Weg“ bezeichnet. Im Göttinger Adressbuch von 1862 wird die Straße unter der Bezeichnung „Albanithor am Friedländerweg linke Seite“, „Albanithor am Friedländerweg rechte Seite“ und am „Geismarthor am Friedländerweg“ bezeichnet. Es wurden keine HN vergeben.

 

 Laut dem Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

 Nach dem Vergleich Adressbch 1888/89 zu 1890 erfolgte der Abriß der damaligen HN 6. Das Grudtück lag zwischen den heutigen HN 24(vor 1890 HN 5a ) und HN 26 (vor 1890 HN 7)

 

Friedrich - Jenner  - Straße PLZ 37085 – [12.02.1965]
1929 Jennerstraße [09.04.1929]
 
Benannt nach Friedrich Jenner , 1863 – 1928. F. Jenner war Stadtbaurat und Senator in Göttingen. Er entwarf u.a. den Bismarcksteines  und das Stadtbad im Stumpfebiel.
Die Umbenennung erfolgte im Rahmen der Eingemeindungen um eine Verwechselung durch Hörfehler zu vermeiden (Jenaer Straße oder die Senderstraße in Nikolausberg ) vorzubeugen.
 
Friedrich – Naumann – Straße PLZ 37081 –  [18.09.1951] – westlicher Teil
1947 Friedrich – Naumann – Straße [07.03.1947]
1934 Tannenbergstraße [12.06.1934]
 
Friedrich – Naumann – Straße:
Die Umbenennung 1947 erfolgte auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie.
 
1951 wurde die Friedrich – Naumann – Straße  in zwei Teile geteilt und dadurch ein Neubeschluß nntwendig wurde. Der westliche Teil zwischen Königsstieg und und Königsallee behielt den Namen Friedrich – Naumann – Straße , während der östliche Teil zwischen Königsallee und Berliner Straße in Godehardstraße umbenannt wurde.  
 
Benannt nach dem Politiker Friedrich Naumann , 1860 – 1919. F. Naumann war evangelischer Theologe und liberaler Politiker des Kaiserreiches.
 
Tannenbergstaße:
Benannt nach der erfolgreichen Schlacht von Tannenberg vom 26.8 – 30.8.1914 gegen die russische Armee.
 
 

Friedrichstraße PLZ 37073 –[31.12.1897]

                

1897

Friedrichstraße

1892

St. Annen - Gang ( TLW) [10.11.1892]

1773

Gäschen nach Atzenheims Garten

1750

Gäsgen nach dem Atzenheims Gärten oder Graben

1740

Gäsgen nach dem Atzenheims Graben oder Gärten

1739

Das Gäsgen nach Atzenheims Garten

1737

Gäsgen nach Atzenheims Graben oder Gärten

 

 

 

Friedrichstraße:

Benannt nach Friedrich Bettmann, 1799 – 1875. F. Bettmann war Besitzer des Gasthofes „Zur Krone“. Er besaß in diesem Bereich ein Gartengrundstück, das seine Erben der Stadt zur Verfügung gestellt hatten

St.-Annen-Gang

Der Gang war nach dem St.-Annen-Kloster benannt, der 1508 auf dem Gelände der heutigen Universitätsaula errichtet wurde. Der Gang diente der Erschließung der Gärten am östlichen Wall durch einen Torweg am Braun`schen Hause. Zugeordnet wurden die HN 1,3 und 4. Die HN 3 wurde abgebrochen (Göttinger Adressbuch von 1900).1897 erfolgte der Durchbruch durch den Wall.     

Der Gang befand sich gegenüber dem damaligen Frauenkloster und war ein kleiner Durchgang zur alten Befestigung. 

Gäsgen nach Atzenheims Graben oder Gärten (1737)

Gäschen nach Atzenheims Garten (1773)

 

Straßenverlauf von der Burgstraße ostwärts Richtung der damaligen Gärten zwischen Burgstraße und Karspüle. Heute nicht mehr vorhanden. Das Gäschen ist im Bereich der heutigen Friedrichsstraße anzuordnen.

 

 

Gartenstraße PLZ 37073 – [10.12.1903]

Die Straße wird erstmalig 1888 im Göttinger Adressbuch erwähnt. Die Gartenstraße wurde nach dem Durchbruch des Walles im Teilstück zwischen Angerstraße und Wall bis zum Rosdorfer Weg verlängert. Nach Ausbau der Bürgerstraße wurde das Teilstück der Gartenstraße zwischen Bürgerstraße und  Rosdorfer Weg der Marienstraße zugeordnet. 

Die Straße wurde in der Zeit von 1914/16 an das örtliche Stromnetz angeschlossen . 

 

Geismar Landstraße PLZ 37083- [14.08.1992]

                1923 Geismar Landstraße [24.05.1923]

                1864 Geismarer Chaussee [03.06.1864]

                 1857 Geismar Weg

                1348 Geismarscher Weg

 

Im  18. Jahrhundert wurde der Bereich zwischen Geismartor und Friedländer Weg auch als „Unterer Geismar Weg“ bezeichnet .

 Ende des 18. Jahrhunderts ausgebaut wurde sie und dann als „Geismar Heerstraße“ benannt. 

 

Laut Adressbuch von 1872 kam es zu einer Umnummerierung der HN.

Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

 

 Nach Ratsbeschluß wurde bereits 1915 der Straßenzusatz „Chaussee“ in Landstraße umbenannt. Auf Stadtplänen erscheint ab 1915 nur noch der Straßenname „Geismarer Landstraße“. 

 

Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

 

1992 wurde der Lageveränderung durch den Ausbau der Kreuzung Am Geismarstor Rechnung getragen und eine neue Straßenführung beschlossen.         Dieses machte einen erneuten Beschluß notwendig.

Im Göttinger Adressbuch von 1862 erfolgte die Bezeichnung der Straße als „Geismarthor – am Geismar Wege linke Seite“ bezeichnet ohne Erwähnung von HN.


Geiststraße PLZ 37073 – [03.06.1864]

1862

Geissstraße

1857

Geiststraße (Göttinger Adressbuch)

1824

Hinter dem Geiste

1822

Hinter dem Geiste

1812

Hinter dem Geiste

1793

am Groner Thore an der Geiststraßen Ecke

Ca. 1780 

Hinter dem Geste

1773

Die Lauenau (Schilling)

1753

Die Lauenau

1752

an der langen Marschstraßen (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1750

Die Lauenau

1747

Die Lauenau

1739

Hinter dem Geiste

1737

Die Lauenau

1734

Lange Maschstraße

1734

Eulenstraße

1720

an der langen Marschstraßen (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1720

Eulenstraße ( südliche Geiststraße)

1720

Große Teichstraße (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefaßt)

Ca. 1650

de lange dieckstrate

1569

Upm Marsche in der langen Straten

1560

up dem Marsche up der Breden Straten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1547

up der Buiterschen (=äußeren) Maschstraten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1536

de lange Marketstrate uppe deme Masche (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1532

Uppe lutken Mersche

1512

de Lange Marckstrate (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1461

de Lutke Maschstraten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1459

de lange Marschstrate (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst)

1419

in scanto spiritu (beim Hl. Geist)

1419

in saneto spirito (ursprünglich ein Weg durch das Gelände des Hl. Geist-Stifts

 

 

0000

Levenowe

0000

Lewenau

0000

De lange Diekstrate

                

 

 

Bis ca. Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Geiststraße und die Untere Maschstraße zusammengefasst. Unter der Bezeichnung „Die Lauenau“,  „Lange Maschstraße“ und „de lange dieckstrate“  waren damals die heutige Geiststraße und die Untere Maschstraße zusammengefasst. Die Straße wurde nach dem Hl. Geist – Hospital benannt, das 1960 abgebrochen wurde. In einigen Schriften wird die Geiststraße in der Mitte des 18. Jahr als Eulen – Straße oder Uhlenstraße erwähnt.  Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen , 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „Levenowe“ , “ Levenowe“ u. „Lewenau“ für die Straße erwähnt.

 

Gerviniusstraße  PLZ 37085 – [20.12.1923]
1920  Privatweg der Fa. Rathkamp zwischen Herzberger Chaussee HN 77 / 83 (Göttinger Adressbuch 1920)
 
Gerviniusstraße:

Benannt nach Prof. D.r Georg Gotttfried Gervinius , 1805 - 1871, Verlor als Göttinger Sieben 1837 seine Professur. Er wurde 1836 als Prof. für Geschichte und Literatur an die Universität berufen.

Geschwister – Scholl – Straße PLZ 37081 – [07.03.1947]

1935 Richthofenstraße [18.03.1935] 1939

Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie

 

Nach dem Vergleich der Adreßbücher von 1932 , 1937 und 1939  kam es anscheinend zu einer Umummierung der HN. Es ist allerdings nicht erkennbar , ob es sich um den heutigen Tuchmacherweg oder um die heutige Geschwister – Schollstraße handelt.

 

Geschwister – Scholl – Straße:

Bei den Geschwistern Scholl handelt es sich um die Geschwister Hans (1918 - 1943) und Sophie Scholl (1921 - 1943). Sie waren Mitglieder der Widerstandgruppe „Weiße Rose“, die während des Zweiten Weltkrieges Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Die Geschwister Scholl wurden während des Verteilens von Flugblättern von dem Hausmeister der Universität München von Jakob Schmidt überrascht und bei der Gestapo denunziert. Sie wurden zwei Tage später durch den Volksgerichthof zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tage hingerichtet. Jakob Schmid wurde damals von seinem Gauleiter mit Händedruck bedankt, erhielt 3000 Reichsmarken Belohnung und wurde zum Truppführer ehrenhalber ernannt. Im Juni 1946 wurde Jakob Schmid aufgrund des Entnazifizierungsgesetz durch amerikanische Militärregierung angeklagt und zu fünf Jahre Arbeitslager verurteilt. 

 

Richthofenstraße

Benannt nach Manfred Freiherr von Richthofen, 1895-1918, Jagdflieger im 1.Weltkrieg

 

Godehardstraße PLZ 37073 , 37081 – [18.09.1951  ]

1947 Friedrich – Naumann – Straße (Teilstschück zwischen Königsallee und Leine) [07.03.1947]

1932 Maschwiese (adressbuch 1932 / 1937)

1934 Tannenbergstraße [12.06.1934]

 

Godehardstraße:

 

Umbenannt wurde ein Teilstück der F.-N.- Straße ab dem Bereich der Königsallee in Richtung Berliner Straße.  Die Straße wurde benannt nach Godehard von Altaich ( 960 – 1038 ) Godehard von Altaich wurde 1022  zum Bischof in der damaligen Pfalz Grona auf dem Hagenberg geweiht. 

Im Stadtplan von 1950 (Hüls) wurde der gesamte Straßenverlauf zwischen Königsallee und damaliger Bahnhofsstraße ( heute Berlinerstraße) benannt.

Nach dem Stadtplan Universitätsstadt Göttingen des Niedersächsischen Landesvermessungsamtes aus dem Jahre 1962 verlief die damaligen Godehardstraße von der Königsallee in Richtung Berliner Straße bis an die Leine. Und von der Leine bis zur Berliner Straße. Eine Straßenbrücke über die Leine, wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht. Es gab anscheinend nur eine einfache Brücke (Fußgänger?) über die Leine. Die Freigabe als neue Verbindungsstraße zwischen Königsallee und Berliner Straße erfolgte erst im Jahre 1965.

Friedrich – Naumann – Straße:

Die Umbenennung 1947 erfolgte auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie. 1951 wurde die Friedrich – Naumann – Straße  in zwei Teile geteilt und daher ein Neubeschluß notwendig wurde.. Der westliche Teil zwischen Königsstieg und und Königsallee behielt den Namen Friedrich – Naumann – Straße , während der östliche Teil zwischen Königsallee und Berliner Straße in Godehardstraße umbenannt wurde.  Benannt nach dem Politiker Friedrich Naumann , 1860 – 1919. F. Naumann war evangelischer Theologe und liberaler Politiker des Kaiserreiches.

Tannenbergstaße:
 
Benannt nach der erfolgreichen Schlacht von Tannenberg vom 26.8 – 30.8.1914 gegen die russische Armee benannt.

Maschwiese

Wird erwähnt in den Göttinger Adressbücher von 1932 und 1937. Hier werden die alten Schießstände und der Sportplatz des. 1 SC 05 erwähnt. Der Bereich ist heute überbaut und befindet sich auf dem Gelände der heutigen BBS II.

 
 

Goethe - Allee PLZ 37073  -  [14.01.1932]

 

 

1864

Alleestraße [03.06.1864]

1834

Allee

1824

Die Allee

1816

Die Allee

1768

An d. Allee ( erwähnt HN 859)

1765-1769

Auf der Allee (erwähnt die HN 860 , 862, 919,921 ) *1

1762

Auf der Masch (Ostteil der Straße)

1758

Allee

1753

Auf der Masch // Allee

1750

Allee // Auf der Masch

1749

Auf der Masch

1747

Auf der Masch ( Ostteil der Straße)

1740

Auff der Masch

1737

Auff der Masch

1720

Neustädter Güldenstraße

1702

Auf der Masch

1689

Auf der Masch

1585

De lange Marketstrate

1546

Up dem Marsche 

Ca. 1500

Güldenstraße oder auch Neustädter Güldenstraße

1492

Güldene Gasse

1447

dem luttikken Masche (heutige Goetheallee und Maschstraße)

0000

de lange marketstraten uppe dem Masche (Spätmittelalter)

0000

De lange marketstrate uppe dem masche

0000

Obere Maschstraße

0000

Neustädter Güldenstraße

 

 

 

 

Die Levenau (nördlicher Teil der Neustadt) bildet ihre Fortsetzung bis zum (1458) flote de vover de Masch geyt“, Später Maschgraben. Die westliche Häuserreihe der Levenau endete mit den Häusern 858 und 859 (Heute Goethe-Allee 2 und 3). Göttinger Adressbuch von 1857 zur Allee (heute Goethe-Allee) gehörend.

 

Die Alleestraße wurde im Jahre 1932 zum Anlass des 100. Todestags nach Johann Wolfgang von Gothe umbenannt.

Die heutige Goetheallee war auf dem im Mittelalter der so genannte Masch - Querweg und wurde damals Güldene Gasse ( 1492 ), Güldenstraße oder auch Neustädter Güldenstraße genannt. In alten Schriften wird oft auch der Name  Eulengasse, Eulenstraße, bzw. vor 1750 Uhlenstraße erwähnt. Die Straße war damals nicht gepflastert, sondern war den größten Teil des Jahres sumpfig und verschlammt. Trockenen Fußes konnte man nur an höher gelegenen Stellen oder über großen Stein gehen. Um 1754 begann der Ausbau der heutigen Goetheallee bedingt durch den damaligen Schritt, das Göttingen Universitätsstadt werden wollte. Im Jahre 1763 wurde der Wall an der Westseite durchbrochen und  abgetragen. 1829 erfolgte der Ausbau der damaligen Alleetore im Bereich des Walles. Den Name Alleestraße erhielt sie im Jahre 1864. 1932 erfolgte die Umbenennung zum Gedenken an  Goethe im  damaligen Goethe - Gedenkjahr in die Goetheallee.

 

Im Adreesbuch von 1857 und 1862 wird die Hausnummer Untere Maschstraße 861der heutigen Goethe-Allee 22 zugeordnet.

 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768,  Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

 

Zwischen 1967 und 1980 kam es zur Bekämpfung des Dirnenunwesens zur Errichtung eines Sperrbezirkes um die Prostitution zu verbieten.

 

Im Volksmund wurde die Straße auch "Rue de la Trappe“ genannt, da hier in früherer Zeiten Prostituierte ihrem Gewerbe nach gingen.

 

Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „de lange marketstraten uppe dem Masche“ für die Straße erwähnt.

 

 


Goldaper Weg PLZ  37083  - [12.02.1965 ]

1962 Pillauer Weg [04.11.1962]
Goldaper Weg:
Benannt nach der polnischen Stadt Goldap.
Pillauer Weg
Benannt nach der ostpreußischen Hafenstadt Pillau, heute Baltijsk in Russland.

Goßlerstaße  PLZ  37075  - [12.09.1889 ]
1911 Weender Koppelweg ( Göttinger Adressbuch 1911) - ab ca. Höhe Albrecht - von - haller - straße / Arndstraße

Goßlerstaße:

Benannt nach Gustav von Goßler , 1838 - 1902 , Jurist und preußischer Kultusminister. Auf Wunsch von Goßler´s ist auf das Adelsprädikat verzichtet worden. Er befürwortete den Neubau des gesamten Kliniksviertel.

Gothaer Platz PLZ 37085 [04.07.1952]
1923 Geismar Landstraße HN 33 – 41 [25.05.1923]
1915 Geismar Landstraße
1864 Geismar Chaussee [03.06.1864]
 
Umbenannt wurde die HN 33 – 41 der Geismar Landstraße. Es waren die ehemaligen Gebäude der Lüttichkaserne. Benannt wurde der Name des Platzes auf Antrag  nach der Gothaer Versicherung, die ihren Hauptsitz in der Zeit  von 1946 – 2004 in Göttingen hatte.
 

Gotmarstraße PLZ 37073 – [03.06.1864

 

 

1902

Gotmarstraße

1824

Gotmarstraße

1816

Gothmarstraße

1765 – 1769

Gothmarstrasse *1

1753

Gotmarstraße 

1753

Gothmers Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt)

1750

Gotmarstraße

1750

Gothmer Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt)

1749

Gotmarstraße

1740

Gothmer Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt)

1737

Gothmar – Strasse

1736

Gothmarstraße

1731

Gothmar Straße

1702

Gotmarstraße

1642

Goutmerstraße

1637

Goutmerstraße

1633

Guttmerstraße

1626

Guttmerstraße

1624

Gottmerstraße

1620

Guttmerstraße

1618

Gotmerstraße

1612

Gutmerstraten

Guttmerstraße

1611

Gutmerstraten

1609

Gutmerstraße

1608

Guttmerstraße

1607

Guttmerstaße

Gutmerstraße

1605

Gutmerstraße

1601

Gutmerstraße

1598

Gutmerstraße

1594

Gouttmerstraße

1593

Gouttmerstraße 

1592

Guttmerstraße

1591

Gouttmerstratten 

Guttmerstraße

Gottmerstraße

1589

Gutmerstraße

Guttmerstraße

Gouttmerstratten 

1588

Gotmerstraße

1586

Gouttmerstratten

1584

Gutmarstraten

1581

Goitmanstraten

1575

Godtmarstraten

Guttmarstraten

1574

Gottmarstraten

1568

Gutmer Straten

1558

Platea Gutmanni

1556

Guitmannstraten

1553

Goitmerstraten

1553

Gothmer Strate

1546

Gutmhanstraten

In platea Guthmanni 

1545

Guthmanstraten 

1541

Gotmanstraten

1537

Guthmanstraten 

1536

de Gutmann Strate

1533

Gotmannstraten

Gutmannstraten

1532

Gutmannstraten 

1531

Platea Gutmanni

Gotmerstraten

1473

Guthmer Strate

1440

in der Gutmans Straten

1429

Platea Gutmanni

1416

Gotmannes Strate

1411

in der Gutmans Straten

1350

in Strata Gotmanni

1333

Guttmannesstrate

1333

Gutmannstrate

1333

in platea publicam quae dictur Gutmannstrate

 

 

0000

De Gudmannstrate

0000

Platea Guthmann

 

 

 *1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 und Ostern 1768 – Michael 1768 erwähnt.

 

Im Stadtplan von Gesmer (1737) wurden die heutige Gotmarstraße und der Stumpfebiel zu einer Straße zusammengefasst. Der Straßenverlauf des heutigen Stumpfebiel von der Weender Straße westwärts bis zur ab

knickende Kurve nach Süden wird hier “Am inneren Wehnder Stad thore “ genannt.

Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „Gutemannstrate“ für die Straße erwähnt

 

Gotmarstraße 1 = Lichtenberg - Haus. Benannt nach Georg Christoph Lichtenberg . 1742 durch den Kaufmann Christian Schmahle erbaut , dort noch unter dem Namen „Schmahles Laden“ bekannt. 

https://www.denkmalschutz.de/denkmal/Lichtenberghaus.html

 

Änderung  ADRESSBUCH 1862 zur 1864
 AB 1862                               AB 1864

Gotmarstraße HN 527       Prinzenstraße 4

 

Gotthelf – Leimbach – Straße PLZ 37079 – [05.11.1971] (Lage- und Formveränderung)
1964 Gotthelf – Leimbach – Straße [06.03.1964]
 
Benannt nach Gotthelf Leimbach , 1883-1957, Physiker  Geophysiker
 
Die Straße ist in dieser Form nicht gebaut worden , nach dem Beschluß vergingen bis zur geänderten Realisierung noch einmal sieben Jahre.
 
Grätzelstraße PLZ 37079 – [23.11.1951]
        0000 Königsallee 221 (Flughafen)
 
Im Göttingen Adressbuch von 1956 erwähnt. Die heutige Grätzelstraße war früher die Hauptdurchgangsstraße auf dem Flugplatzgelände , welches bisher unter der Adresse Königsallee 221 geführt wurde. In der Anfangsphase wurde zur Straßenbezeichnung die alten Gebäudenummerierung des Flugplatzes übernommen.
 

Groner Landstraße PLZ 37081 – [24.05.1923]

                

1864

Groner Chaussee [03.06.1864]

1857

Groner Chaussee ( Göttinger Adressbuch )

Ca. 1750

Gronder Chaussee

1533-1620

Steinweg

1369

via dicta Steynwech ducit versus Grona (der Weg mit dem Namen Steinweg führt nach Grona)

 

 

Nach Ratsbeschluss wurde bereits 1915 der Straßenzusatz Chaussee in Landstraße umbenannt. Auf den Stadtplänen erscheint nach 1915 nur noch der Name Groner Landstraße. Im Göttinger Adressbuch von 1862 wurde die Straße als „Gronerthor – an der Groner Chaussee linke Seite“ und „Gronerthor – an der Groner Chaussee rechts Seite“ ohne Hausnummern wiedergegeben.

 

Laut Adressbuch von 1872 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.

Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

Im Januar 1905 erfolgt der Beschluss zur Durchführung eines Projektes durch den Ing. C. OO. Gleim in Hamburg zur Unterführung der Bahnkörpers in der Groner Landstaße.

 

Im August 1922 wurden die als lästig und verkehrsstörend empfundene Schlagbäume am Eisenbahnübergang entfernt ,  das sämtliche Züge seite de 21. August 1922 über die neugebaute Überführung geleitet werden.

 

Im Göttinger Adressbuch von 1922, 1932  und 1937werden die Hausnummer auf der rechten Straßenseite der Kasseler Landstraße und dem Posthof zwischen dem heutigen Königsstieg und der Bachstraße  auch unter der Groner Landstraße geführt.

 

Das frühere Reichsbahn – Ausbesserungswerk ( heute Lokhalle) wurde früher unter der Adresse Groner Landstraße (Heute Bahnhofsallee1) geführt.

 

Der Göttinger Friedhof (Groner Landstraße 81) wird der Kasseler Landstraße HN 1 zugeordnet.
Der Jüdischer Friedhof (Groner Landstraße 79) wird der Kasseler Landstraße HN 1 a zugeordnet.
 

 

Groner Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]

 

 

1857

Groner Straße (Göttinger Adressbuch)

1834

Grüner Straße

1824

Groner Straße

1816

Grohnder Straße

1773

Grohnder Straße

1765 – 1767

Grönderstrasse *1

1753

Grönder Straße

1750

Grüner Straße

Ca. 1750

Gronder Straße

1747

Gronder Straße // Gronder Strate

1740

Grüner Straße

1737

Grüner Straße // Grüner Strasse

1734

Grohnder Straße

1731

Grohnder Straße // Groner Strate

1728

Gründer Straße // Gründer Strate

1641

Grunerstraße

1638

Grunerstraße

1635

Grünerstraße

1634

Grünerstraßen

1625

Gruner Straße

1622

Gruner Straße

1621

Grüner Straße 

1614

Grunerstraßen 

Grünerstraße 

1609

Grüner Straße

1608

Grüner Straße

1606

Gründer Straße // Gründer Strate

1595

Gröner Straße

1593

Grunerstraße

Gronderstraße

1589

Gröner Straße // Gröner Strate

1589

Gruner Straße // Gruner Strate

1585

Acies platae Gronensis (nur südliche Seite von der Kurze Straße bis Nikolaistraße)

1585

Platea Gronensis ( von der Zindelstraße und Nikolaistraße bis Leinekanal , nördliche Seite der Gronerstraße zwischen Kornmarkt und Zindelstraße)

1585

uff der grunen strassen

1581

Groinerstraten

1571

up der gronen straten

1561

Up der Groinen Straten

1556

Groiner Straße / Groiner  Strate

1555

up der groinen straten

1546

In platea gronesi

1540

im Kyle (Bogen der Südseite Groner Straße)

1532

In platea gronense

1419

gronesis platea

1419

platea gr.

1419

gronensis acie (Groner Spitze)

1405

Groner Strate

1403

Platea Gronensis

 

 

0000

De Gronerstraten

0000

Umbilicus Vivitatis ( Groner Straße zwischen Zindelstraße und Kornmarkt)

 

 

 

Groner Straße 35 = Quentins Eck . Benannt nach Georg Quentin , der hier eine Kolonialwaren- und Delikatessen – Handlung hatte. 

 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768,  Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

 

Änderung  ADRESSBUCH 1862 zur 1864
 AB 1862                               AB 1864

 

Papendiek 587                    Gronerstraße 60

Zindelstraße 642 b             Gronerstraße 39

Gronerstraße 773                               Groner – Tor – Straße 27

Gronerstraße 774                               Groner – Tor – Straße 26

Gronerstraße 775                               Groner – Tor – Straße 25

Gronerstraße 776                               Groner – Tor – Straße 24

Gronerstraße 777 a            Groner – Tor – Straße 23

 

Groner – Tor – Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]

 

 

1864

Groner – Tor – Straße

1862

Groner – Tor – Straße

1857

Gronerthorstraße (Göttinger Adressbuch)

1824

Vor dem Groner Tor

1812

Vor dem Grohnder Thore

1768

Grönd. Brücke ( erwähnt wird HN 775)

1758

Am Gröner Thore

1720

Auf dem St. Johannis – Damm (Teilstück vom Auf dem Ritterplan in südl. Richtung zum Wall)

1419

sinte johannis dam (Teilstück vom Auf dem Ritterplan in südl. Richtung zum Wall)

 

 

0000

strata publica (Spätmittelalter)

0000

up sinte Johannis damme (Spätmittelalter)

0000

Up sinte damma

0000

Zum Galgentor

 

 

Westteil ( Leinekanal bis Wall ) – eingegliedert 

 

 

1834

Der Plaan (Heumann)

1773

Am Plan

1753

Der Plaan

1753

Der Plaan

1750

Der Plaan

1749

Der Plaan

1740

Der Plaan

1737

Der Plaan

 

 

Ostteil (Papendiek bis Leinekanal) - eingegliedert

 

 

 

1773

Am Grohnder alten Dorf

1753

Im alten Groner Dorf // Im Grönder alten Dorffe

1750

Im alten Groner Dorf // Im Grüner alten Dorffe

1749

Im alten Groner Dorf

1740

Im Grüner alten Dorfe

1737

Im Grüner alten Dorfe

1720

Altes Groner Dorf

 

 

 

 

Namensentwicklung im Einzelnen

                Südseite

                1. Von der Leinekanalbrücke bis zur Angerstraße

 

 

 

1758

Vor dem Anger

1656

dem Grünerthore gegen den Kirchen Beatae Mariae Virginis auf der Ecken

1639

-vor dem Grüner Stadthore gegen der Kirche Unser Lieben Frauen zwischen Clausen Friederichs und der Leinen

-vor dem Gruner Tor (innerstes Tor) ggen der Kirche Unser Lieben Frauen (Marienkirche)

1598

auf dem Anger inter der Leinen und Bartoldt Holtborn

1416

Nova Civitas

0000

opposito beate virginis (gegenüber St. Marien)

 

 

                2. Von der Angerstraße bis zur Kuhleine

                

1558

vor dem Groner Dor gegen dem Kunterhove (=Komturhof)

1581

jeden des Godes Ridders hofe bi des Hilligen Geistes Bruggen

1568

jegen  Unser Lefen Fruwen Kercken

1416

ex opposition Beate Virgnis wente an de brughen

1392

In domo Conradi de Scheden iuxta pontem penes dominum Thiderici Rumper

 

                3. Platzartige Straßenerweiterung 

 

1553

ex oppositio sacarum aedium Divae Virginis et Scanti Spiritius

1416

teghen dem Heiligen Gheyste

1416

ex opposition Scanti Spiritus

1318

ex opposito s. spiritus (gegenüber dem Hl. Geist)

 

                                

                Seit 1500 ist für den Platz gegenüber dem Heiligen Geist – Spital ein eigener Name belegt

                

1735

Der Plan

1720

Der Plan // Ritterplan

1720

Auf dem Ritterplan

1711

Auf dem Plan vorm Grünerthore

1702

Auf dem Ritterplan

1689

Auf dem Ritterplan

1687

Auf dem Ritterplan

1626

Auf dem Masch auf dem Plan

1620

Rodenplan 

1601

vor dem Gronerthore uf dem Ritterplan

vor dem Groner Tor auf dem Ritterplan 

1593

Auf dem Röenplan

1551

vor dem Hilligen Geiste upm Rodenplan

1507

up deme Roden Mackede jeden dem Hilgen Geiste

 

 

 

Die Straße „Groner – Tor – Straße“ wurde erst 1864 im Zuge der damaligen Neunummierungen der Häuser und Straßennamen neu angelegt. Danach wird die Groner-Tor-Straße oftmals auch noch als Groner-Thor-Straße“ bezeichnet, bedingt durch die damalige Schreibweise. 

Der Westteil verlief von der Höhe des Leinekanals bis zum Wall. Der Name Plaan steht in Bezug auf die Kommende des Deutsch Ritterordens. Zeitweilig trug dieser Bereich auch den Namen “Ritterplan”.  Die Straßeneinbuchtung gegenüber der Kommende hieß früher im Volksmund auch Kauhschietenplan. Von hier aus fand bis weit ins 19. Jahrhundert der Austrieb der städtischen Kuhherden statt, je zum Leidwesen der Anwohner. Kauhschiete (mnd für Kuhscheiße)   , das die Kühe hier ihre Exkremte hinterließen . Der Name Plan war eine frühere Bezeichnung aus dem 18 Jahrhundert für diesen Straßenabschnitt und bezog sich auf Kommende. 

Der Ostteil verlief vom Papendiek über Leinekanal – Angerstraße bis zum Gebäude der Kommende. Bedeutung   des Namens “Grün” siehe auch unter Groner Straße.

Kuhleine auch „Kleine Leine (1545/56 = Lutke Leine)“ genannt trat ursprünglich durch einen im Pfarrgarten von St. Marien an der Angerstraße Walldurchfluß in die Stadt ein, durchfloss den Anger in nördliche Richtung am Plan die Leinefurtstraße überquerte , die Neustadt durchfloss und auf Höhe der Goetheallee 8 wieder in den Leinekanal einmündete.

Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „strata publica“ u. „up sionte Johannis damme“ für die Straße erwähnt.

 

Geschichte zur Marien – Kirche : https://marienkirche-goettingen.wir-e.de/geschichte-und-gegenwart

Marien – Kirche : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Marien_(G%C3%B6ttingen)


 

Grotefend – Wall PLZ 37073 [00.00.0000]

1961 Wall [03.02.1961]

1947 Wall [07.03.1947]

1935 Hindenburg – Wall [30.03.1933]

1864 Wall [03.06.1864]

 

Der Grotefend-Wall bezieht sich auf den Abschnitts des Walles zwischen Weender Straße / Weender Tor bis zur Obere Maschstraße. Im Volksmund wurde dieser Teil früher auch Essigwall genannt, da durch die frühere Firma Grotefend u. a. auch Essig hergestellt wurde und der Geruch über den Wall zog.  

 

 
Gutenbergstraße PLZ 37075 [07.08.1945]
1939 Hermann - Kautz – Straße [17.04.1938]
 
Gutenbergstraße:
Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie. Benannt nach Johannes Gutenberg ( 1397 – 1468 ) . Eigentlicher Name Gensfleisch zu Laden ). Erfinder der Buchdruckerkunst mit beweglichen Lettern.
Hermann – Kautz – Straße:
Benannt nach Hermann Kautz,1856-1939. Die Straße wurde 1939 anläßlich des 50. Geburtstag von Adolf Hitler nach verstorbenen NSDAP – Mitgliedern benannt.
 
Güterbahnhofstraße PLZ 37073 – [KEIN BESCHLUß]
1890 Güterbahnhofstraße
1883 Güterzufuhrweg
1857 Weender Chaussee HN 32 - 34
 
1883 im Allgemeinen Adressbuch Göttingen als Güterzufuhrweg erstmalig erwähnt . Ab 1890 taucht noch der Name „Güterbahnhofstraße“ in den Adressbüchern auf. Zwischen 1892 und 1911 wird die alte Straßenbezeichnung "Güterzufuhrweg in den Göttinger Adressbüchern erwähnt. 
 
 

Habichtsweg PLZ 37075 –[UNBEKANNT]

            1482 Hobeckesweg

 

Alter Feldweg vom Habichtsbach („Habecke“). 1883 zum ersten Male in den Adressbüchern erwähnt.

 

In den Adressbüchern 1932,1937, 1939 , 1947 und 1956 führte der Habichtsweg  - (zwischen den HN 50 und 52 im Bereich der heutigen Albert – Einstein – Straße )  - noch vom Düsteren – Eichenweg über die Ewaldstraße bis zur Herzberger Landstraße. 

In den Adressbüchern 1932, 1937 und 1939 werden  unter der Adresse Habichtsweg HN 1 der Besitzer Max und Nathan Hahn erwähnt.

Erst im Adressbuch von 1965 beginnt der Habichtsweg ab der Ewaldstraße. Der ursprüngliche Weg zwischen Düstere Eichenweg und Ewaldstraße ist vermutlich durch die heutige Albert – Einstein – Straße überbaut.

 
Hainbundstraße PLZ 37085 [07.06.1935]
0000 Randstraße
 
Hainbundstraße :
Die Straße ist benannt nach den Dichtern des „Göttinger Hainbundes“.
 
Randstraße:
Die Randstraße wurde im Göttinger Einwohnerbuch von 1949 erwähnt. Nicht eindeutig ob es sich um einen Straßenname handelt.
 
Hainholzplatz PLZ 37085 [07.07.2006]
1902 Lohbergstraße [05.01.1928]
 
Der Platz liegt in der  früheren Straßenführung der Lohbergsstraße. Dieser Teil wurde schon früher in ein Fußgängerweg umgebaut.
 

Hainholzweg PLZ 37083 [03.06.1864]

        1492 Heynoltsweg

 

Benannt nach dem Hochwald des Hainholz. Älteste bekannt Weg vom  Albanitor über den Hainberg in den Hochwald des Hainholz. Der Weg endet heute am Fuße des Hainbergs. Der Abschnitt zwischen Albanitor und der früheren Einmündung des Schildweges entfiel bei der Neugestaltung des Umfelds der Stadthalle.

Im Göttinger Adressbuch von 1862 unter der Bezeichnung „ Albanitor nahe dem Tor gelegen“. Der heute „Kehr“ (Borheckstraße 66 fiel damals unter der Bezeichnung Hainholzweg 12

Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

Es wurden einige Hausnnumer des Hainholzweges anderen Straßen zugeordnet

AD 1890                               AD 1891

Hainholzweg 3                    Schildweg 38

Hainholzweg 14                  Grüner Weg 9 ( Wagnerstraße)

Hainholzweg 15                  Grüner Weg 7 (Wagnerstraße)

Hainholzweg 15 a              Grüner Weg 8 (Wagnerstraße)

 

 

 
Heinrich - Heine – Straße  PLZ 37083 –[07.03.1947]
1937 Weverstraße [29.11.1937]
 
Heinrich – Heine – Straße:
Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie. Benannt nach Christian Johann Heinrich Heine (1797 - 1856), Geburtsname war  Harry Heine. Einer der bedeutendsten deutschen Dichter , Schriftsteller und Journalist der 19. Jahrhundert. Im Jahre 1820 besuchte er im Wintersemester für einige Monate die Universität Göttingen, die er aber bedingt durch Duellaffäre wieder verlassen. Heinrich Heine war jüdischer Abstammung und versuchte seine Abstammung zu verbergen. Als er von einem Kommilitonen wegen seiner jüdischen Abstammung beleidigt wurde, forderte er diesen zum Duell.
 
Weverstraße
Benannt nach Walter Wever, 1887 – 1936, Soldat .War zuletzt als Generalmajor Chef des neuen Generalstabs der Luftwaffe im dritten Reich.
 
Heinrich – von – Stephan – Straße PLZ 37073 [08.05.1987]
1956 Berliner Straße-  Teilstück [13.06.1956]
1864 Bahnhofstraße – Teilstück [03.06.1864]
0000 Schützenallee
0000 “der Philosophische Gang”
 
Heinrich – von – Stephan - Straße
Benannt nach Heinrich von Stephan , 1831 – 1897 , Generalpostmeister des Deutschen Reiches. Die Straße wurde auf Anregung der Post umbenannt. Anlaß war der Neubau der Post am Bahnhof.    
 
Berliner Straße
 
Bahnhofstraße
 
 
Hermann - Föge - Weg PLZ  37073 [10.04.1964] 
1899 Hoher Weg [10.11.1899]
 
Hermann – Föge – Weg
Benannt nach Hermann Föge, 1878 - 1963 . Rechtsanwalt . Gründete 1945 die liberaldemokratische Partei in Göttingen. Von 1948 bis 1956 Oberbürgermeister der Stadt Göttingen. 1957 Verleihung der Ehrenbürgerrechte.
 

Herzberger Landstraße PLZ  37073 , 37085 , 37075 –[24.05.1923]

 

1864

Herzberger Chaussee [03.06.1864]

1857

Hainberg Chaussee

1812

Herberhäuser Heerstraße

1377

de wegh, de da gheyd to Herborghusen

 

 

Im Adressbuch von 1965/66 sind die Hausnummern 198,202,206,208,210 und 214 dem OT Herberhausen zugeordnet.

Im Adressbuch von 1862 wird die Straße im Adressbuch als „Albanithor an der Hainberg Chaussee“ und „Albanithor nahe dem Thor gelegen“ bezeichnet.

Laut Adressbuch von 1890 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.

Laut Adressbuch von 1920 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.

 

Änderung  ADRESSBUCH 1888/89 zur 1890
 AB 1888/89                         AB 1890 

Herzberger Chaussee 13   Düstere Eichenweg 2

 

 

Hiroshima - Platz PLZ  37083  -  [14.08.1992]

1947 Am Geismartor [07.03.1947] - TLW

                1934 Zweiundachtziger Platz [29.11.1934]- TLW

                1864 Platz am Geismartor

 

Der heutige Hiroshima - Platz wurde erstmalig 1864 als Platz am Geismartor erwähnt, damals gab es in Göttingen eine neue Durchnummerierung der Hausnummer, wobei es u.a. zu  Straßenumbenennungen / Neubenennungen  in Göttingen gab. 

Auf Anregung   von  Oberstleutnant Dieterichs, ein alter 82er, wird der Platz am Geismartor durch die Stadtverwaltung 1934 in Zweiundachtziger - Platz umbenannt.  Es sollte an das 2. Kurhessische Infanterie - Regiment erinnern, das von 1871 bis 1920 in Göttingen stationiert war. Die Kaserne befand sich früher auf dem Gelände des heutigen Neuen Rathauses. Von der Kaserne steht heute nur noch das alte Stabsgebäude, welches als Amtshaus  von der Stadt Göttingen genutzt wird. Im Rahmen der Entmilitarisierungsstrategie wurde der Platz 1947  in Platz am Geismartor umbenannt. 1992 beschließt der Rat der Stadt alle Gebäude des euen Rathauses postalisch um zubenennen in Hiroshima-Platz 1 – 4 

 

Seit August 1987 ist Göttingen Mitglied im Hiroshima - Nagasaki - Städtebündnis („Mayors of  Peace “ = Bürgermeister für den Frieden.). Das „Mayor of   Peace “ ist eine internationale Organisation von Städten, die sich der Friedensarbeit - besonders der atomaren Abrüstung - verschrieben haben. Die Organisation wurde 1982 auf Initiative von Takeshi Araki, dem damaligen Bürgermeister von Hiroshima, gegründet. Die 1987 durch die Stadt Göttingen endgültig erworbene  Skulptur „Doppelkentaur “ von Uwe Appold soll als Mahnmal gegen den Krieg daran erinnern.

Hospitalstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]

        

1881

Hospitalstraße

1862

Düsterestraße (TLW, Göttinger Adressbuch 1862 )

1862

Rähmenstraße

1857

Hospitalstraße ( Göttinger Adressbuch 1857)

1824

Hospitalstraße

1790

Neue Hospitalstraße

 

 

Zusammenlegung der Neue Hospitalstraße ( 1767) und der Rähmenstraße ( 1864) 

 

                               Rähmenstraße ( 1864 )

 

 

1862

Rähmenstraße

1773

In den Wandrähmen (Schilling )

1753

Hinter den Rähmen // In den Wandrähmen

1750

Hinter den Rähmen // In den Wandrähmen

1750

Bey der kleine Mühle

1749

Hinter den Rähmen

1740

Bey der kleinen Mühle

1740

In den Wandrähmen

1739

In den Wandrähmen

1737

In den Wandrähmen ( Gesmer)

1737

Bey der kleinen Mühle (Gesmer)

1720

Hinter den Rähmen

1702

Hinter den Rähmen

1687

Hinter den Rähmen

1559

Hinter den Remen 

1540

Rahmenworth

1477

De Molenstraten

1342

via qua itur ad Molendium

 

 

0000

Geysmar Wege

0000

Hinder den Rähmen

0000

in den wantremen (Spätmittelalter)

 

                

Die Straße „Bey der kleinen Mühle“  wurde in die heutige Hospitalstraße( damals  Rähmenstraße ) eingegliedert. Der Name bezieht sich auf die Odilien- und die Lohmühle am Leinekanal. Im Jahre 1737 verlief die Straße „In den Wandrähmen“ von der heutigen „Kurze Geismarstraße bis hin zur Düsteren Straße. Die heutigen Verbindung zur Nikolaistraße und zur Kurze Straße bestand damals noch nicht.

Die Hospitalstraße in der heutigen Form gibt es erst seit 1864. Die Straße ist eine Zusammenlegung der Neue Hospitalstraße  (ab 1767) und der Rähmenstraße.  Der Name Hospitalstraße bezieht sich auf das früher vorhandene Hospital St. Crucis. Die Neue Hospitalstraße verlief damals von der Kurze Straße zur Kurze Geismarstraße. Die Rähmenstraße  verlief westlich von der Kurze Straße bis hin zur damaligen Odilienmühle. Der Namen Rähmenstraße leitet sich von „Rähmen“ ab. Dies ist ein von Gräben durchzogenes Gebiet, das den Tuchmachern zum Aufspannen ihres Tuches diente, welche sie auf Rahmen spannten. Weitere Gebiete der Tuchmacher waren die damalige Neustadt und dem Freudenberg. Der Freudenberg ist eine leichte Erhebung im Bereich nördlich der Goetheallee bis etwas Höhe Waageplatz, im Westen durch denn Wall und im Osten durch den Leinekanal begrenzt. Den Namen Freudenberg erhielt der Platz vermutlich im 14. Jahrhundert, wo in diesem Bereich Turniere abgehalten worden sind.

Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „in den wantremen“ für die Straße erwähnt.

Die Straße „Rähmenstraße“ war früher ein Verbindungsweg zwischen dem damaligen alten Geismar Dorf und der Odilienmühle.

Nach Vergleich der Adressbücher von 1862 und 1865 wurde einige Häuser der Düstere Straße der Hospitalstraße zugeordnet.

 

Hospitalstraße 5 + 7 

Die Gebäude beherbergte das Institut für Metall der Physikalischen Fakultät. Nach Umzug in die neuen Gebäude in Göttingen – Nord wurden die im rückwärtigen Bereich befindlichen Labore , Werkstätten und Schuppen abgerissen. Die Fläche soll nach dem Bebauungsplan Göttingen Nr. 140 vom 08.06.2005 neu bebaut werden

 

Änderung  ADRESSBUCH 1862 zur 1864
 AB 1862                               AB 1864

 

Düsterestraße 719              Hospitalstaße 7 


Humboldtallee  37073 – [12.02.1965]

                1947 Kirchweg [07.03.1947]

                1895 Gartenstraße

1887 Kirchweg[unbekannt]

1340 Oberer Weender Weg

1332 via superior ducens Wenden (oberer nach Weende führende Weg)

 

Humboldtallee

Benannt nach den Brüdern Alexander (1769 – 1859) u. Wilhelm (1767-1835) Freiherr von Humboldt

Kirchweg

Der Kirchweg ist ein Stück des alten Hellweges, des alten Handelsweges östlich der Leine, der in nördlicher Richtung durch Weender Feld geradlinig auf die Weender Kirche lief.

alten Handelsweges östlich der Leine, der in nrdlicher Richtung durch Weender Feld geradlinig auf die Weender Kirche lief.
 
Immanuel - Kant - Straße PLZ 37083 – [12.02.1965]
1952 Kantstraße TLW [18.03.1952]
1945 Kantstraße [07.08.1945]
1938 Braunauer Straße [02.05.1938]
 
Immanuel – Kant – Straße:
Benannt nach Immanuel Kant ( 1724 - 1804 in Königsberg geboren und gestorben ). Deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung. Die Straße wurde 1945 wieder umbenannt Die Umbenennung 1965 erfolgte um evtl. Hörfehler / Verwechselungen  bei Feuerwehr – Alarm mit der Kampstraße in Geismar zu vermeiden.
 
Braunauer Straße:
Benannt nach Braunau am Inn , Österreich. Geburtsort von Adolf Hitler
 
Im Leinetal PLZ 37081 – [16.12.1960]
1925 Jheringstraße [25.04.1924]
1924 Koppelweg
 
Umbenannt wurde der Straßenteil der Jheringstraße zwischen Eisenbahnbrücke / Am Gailgraben bis zum Rosdorfer Kreisel
 

Ingeborg - Nahnsen - Platz PLZ  37083 – [11.11.2005]

1978 Saathoffplatz [03.02.1978]

0000 Geismar Landstraße HN 25 (ehemalige Wörthkaserne) 

 

Im Januar 1978 erfolgte der Beschluß auf dem Gelände der ehemaligen Wörth – Kaserne zwischen Geismar Lanstraße und Leibnizstraße den Namen Saathoff – Platz zu geben.

 

Ingeborg – Nahnsen – Platz:

Benannt nach Ingeborg Nahnsen, 1923 – 1996, Prof. der Uni Göttingen, 1968 - 1991 für die SPD Mitglied im Rat der Stadt.

 

Saathoffplatz:

Benannt nach Albrecht Saathoff, 1875 – 1968, Theologe, machte sich um die Darstellung der Göttinger Stadtgeschichte verdient.

 
In der Querbreite PLZ 37083 -  [10.10.1944]
1594 Twerchbreide (Flurname)
 

Jacobikirchhof PLZ 37073 –[03.06.1864]

 

1920

Jakobi – Kirchhof ( Adressbuch 1920)

1862

Poststraße

1765 – 1768

Jacobi – Kirchhof *1

1571

up S. Jacobi Kerckhofe

1532

Cimiterium St. Jacobi (Jacobikirchhof)

1279

iuxta Ecclesiam b. Jacobi

1245

in cimitrio S. Jacobi (auf dem Friedhof d. sel. Jakobus)

 

 

0000

op dem Jakobi – Kerckhofe

                

 

Der Name “op dem Jakobi – Kerckhofe“  geht auf die Lage des Friedhofes um die Kirche zurück. Der Name ist urkundlich nachgewiesen. Bis 1747 zur Eröffnung des Bartholomäus – Friedhofes wurde dieser Raum von der Jacobi – und der Johannisgemeinde als Friedhof benutzt. 

                

St. Jacobi – Kirche : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Jacobi_(G%C3%B6ttingen)

 

 

Im Adressbuch von 1862 sind einige HN unter „Poststraße“ erwähnt. 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 erwähnt.


Jahnstraße  PLZ 37073 – [23.10.1913

 

Im Vergleich der Adressbücher von 1937zu 1939 deutet es auf eine Um- / Neunummerierung der HN hin. Ggf. Könnten einiger der HN anderen Straßen zugeordnet worden sein.

Jakob – Henle – Straße PLZ 37075 – [02.09.1955]

1949 Henlestraße [07.10.1949]
 
Die Straße wurde umbenannt, da es bei einem Feuerwehr – Alarm bedingt durch einen Hörfehler zu einer Verwechselung mit der Händelstraße kam.
Benannt nach Professor Jakob – Henle – Straße , 1809 – 1885. Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie in Göttingen.
 
Jheringstraße PLZ 37081 – [25.04.1925]
                1924 Koppelweg 1646
                1920 Koppelweg
 
Jheringstraße
Benannt  nach Prof. Dr. Rudolf v. Jhering (1818 – 1892). Er gehörte zu einen der bedeutendsten Rechtsgelehrten des 19. Jahrhundert und war von als Professor für römisches Recht von 8172 bis 1892 in Göttingen tätig.
 
Koppelweg
Im Allgemeine Adressbuch von 1920 wird die Straße noch als Koppelweg bezeichnet. In den Akten des Bauamt Abteilung 3 , Fach 3 wurde die Straße 1924 als Koppelweg 1646 erwähnt.
 

Johanniskirchhof PLZ 37073 – [03.06.1864]

 

Außer der Kirche und dem Friedhof an der Südseite galt um 1500 auch die westliche Häuserreihe, bestehend aus Pfarrhaus nebst dazugehörenden Buden und der 1494 erbauten nördlich erbauten Ratsschule als Teil des Kirchplatzes

 

1765 – 1769

Johannis Kirchhof *1

1576

up S. Joannis Kerkhofe inter der Schole und Parners boden gelegen

1416

Cimiterio Sti Johanns

1363

kerkhove to S. Johanse

1360

cimiterium

1355

prope Cimiterium Sti. Johannis

 

 

0000

platea septentriomalis eimiterii S. Johannis (Spätmittelalter) – Nordseite des Johanniskirchhof

 

 

Erst 1864 wurde die westliche Randbebauung des Kirchplatzes die heutige Straßenbezeichnung „Johannis – Kirchhof“ eingeführt

 

Die Häuser an der Süd – und Nordseite des Kirchplatzes lagen:

                

    1418 teghen Sinte Johannis Kerkhove          

                1545 ex positio Cimiterii Scanti Johannis

 

Dabei galt die südliche Reihe stets zugleich als zur Johannisstraße gehörend:

                

1584 in S. Johans Straßen gegen der Kirche

 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

 

St. Johannis : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannis_(G%C3%B6ttingen)

 

Johannisstraße PLZ 37073 - [03.06.1864]

  

 

1857

Johannisstraße ( Göttinger Adressbuch)

1816

Johannees Straße

1812

Johanes Straße

1765 – 1769

Johannisstrasse *1

1753

Johannis Straße

1737

Johannis – Strasse

1636

S. Johannstraße 

1635

Johannstraße

1633

S. Johannstaße

1621

Johansstraße

1612

Johansstraße

1608

Johannisstraße

1585

Platea Divi Johannis

1574

S. Johannis straten

1562

In S. Johansstraten

1546

In platea Johannis

1535

In platea sant Joannis

1535

Platea Scant Johannis

1443

Sunte Johannisstraten (sunte ist entstanden aus über sente, sinte aus Scanti)

1347

platea s. Johannis

1347

in platea S. Johannis nostre civitatis

 

 

0000

Johannis strate

0000

Platea Johannis

0000

Sant Johannisstrate

 

                

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768,  Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

 

 

St. Johannis : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannis_(G%C3%B6ttingen)

Jüdenstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]

 

A.  Nordteil – 1 (Weenderstraße  bis Ritterplan) - Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert

 

1881

Jüdenstraße

1862

Poststraße 

1857

Poststraße  ( Göttinger Adressbuch 1857 )

1832

Poststraße und „Bey der Post“ (Bergmann)

1824 – 1862

Poststraße

1812

Poststraße und bey der Post

1791

an der Ritterhäuser oder sogenannten Poststraße

1789

in der sogenannten Post- oder Rittershäuser Straße

1788

Rittershäuser Straße

1773

Rittershäuser Straße (Schilling)

1765 – 1769

Rittershäuserstrasse *1)

1753

Rittershäuser Straße

1750

Ritters Häuser Straße

1739 – 1762

Ritterhäuser Straße

1737

Rittershäuser Straße (Gesmer ) / Riddershäuser – Straße

1734

Reddingshäuser Straße

1734

Reddingshuser Gasse

1720

Reddingshuser Straße

1702

Reddingshuser Straße

1689

Reddingshuser Straße

1687

Reddingshuser Straße

1624

Reidershusischen Straße

1619

Reidersheusische Straße

1614

Redershüsische Straße

1613

Reidersheusischen Straße

1612

Reidershüsischen Strße

1611

Reidershusischen Straße

1608

Redershusischen Straße

Reidershusischen Straße

1607

Redershüsischen Straße

1601

Reidershusischen Straße

Reidershausischen Straße

1599

Reidershausischen Straße

1596

Reierhusischen Straße

Rodenhausischen Straße

1593

Riddershausischen Straße

Reidersheusischen Straße

1591

Reiershuseschen Straße

1590

Reidershusischen Straße (Reddingeshusischen Straße)

1588

Reiershussischen Straße (Redingeshuser Straße)

1585

Reddingshuser Strate bethan de Borch und boven S. Jacobi Chore

1576

Reddingeshuserstraten

1574

Rodenstraten 

1571

Reddeshuserstraten

1569 

Redingereshuserstraße

Redershuser Straße

1568

Redingershuser Straten

1566

Reddershusschen Strat

1557

Rengershusischen Straten

1546

In platea Reddyngeshusen

Reddingeshuser Straten

1541

Reddyngeshuserstraten

1540

Reddingshuseschen Straten

1536

Reddershuseschen Straten

1533

Reddingeshusschen Straten

1532

In platea Reddingeshusen 

Reddingeshusenstraten

1419

reddingeshusenstrate

 

 

B. Nordteil – 2 ( Ritterplan bis Speckstraße Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert )

                

1773

Sehn. Straße ( Schilling)

1762

Jehnstraße

1750

Jehn Straße

1747

Jehn. Straße

1546

hinder S. Jacob am orde nach der Borchstrate gelegen

1536

in der Langen Jodenstraten jegen Sinthe Jacobi Kerckhoves

1532

In opposite St. Jacobi

1419

retro Parochiam Sti. Jacobi versus orientem

1416

thegen Sinte Jacobi

1412

Platea ex opposition St. Jacobi

1388

ex opposite Cimiterii St. Jacobi

 

 

 

C. Mittelteil ( Ritterplan bis Barfüßerstraße)

 

1857

Jüdenstraße (Göttinger Adressbuch 1857)

1824

Jüdenstraße

1812

Jüden Straße

1773

Juden Straße

1768 – 1769

Jüdenstrasse

1765 – 1769

Judenstrasse *2)

1753

Jüdenstraße

1750

Jüdenstraße // Juden Straße

1749

Jüdenstraße

1740

Judenstraße

1737

Juden Straße

1734

Lange Judenstraße

1720

Lange Jüdensstraße

1702

Jüdenstraße

1689

Jüdenstraße

1687

Jüdenstraße

1637

Judenstraße

1635

Judengasse

1634

Langen Judenstraße

1625

Judenstraten

1618

Judenstraten

1614

Judenstraten

1607

Judenstaße

1599

Godenstraße (in den Schloßregister : boven St. Jacobi Chore)

1596

Jodenstraße

1591

Jonenstraße 

Jodenstratten 

1587

Jodenstratten

1585

Juadeorum longa (südliche Jüdenstraße zwischen Speckstraße und Barfüßerstraße)

1584

Josenstraten

1533

Longen Judenstraten 

In platea judorum longor. (in der Lange Jüdenstraße)

1532

Judenstraten

1531

Jodenstraten

1531

Langen Jodenstraten

1470

in der Langin Joedenstraten

1419

judeorum longa

1419

retro parochiam s. jacobi (Hinter der Jakobikirche)

1412

Judeorum longa

1373

in Platea judeorum

 

 

0000

De Jodenstrate

0000

Platea Judeorum

 

                

d. Südteil ( Barfüßerstraße  bis Rote Straße) - Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert

                

1865

Rosmarienstraße

1862

Rosmarienstraße

1843

an der Rothen – und Rosmarienstraße

1833

Lorbeerengasse / Rosmarienstraße 

1832

Rosmarien Gäsgen

1824

Rosmarien - Gäsgen

1788

Neue Querstraße

1773

Bey Böhnigs Ecke ( Schilling )

1753

Böhnings Ecke

1750

Bey Böhnings Ecke

1740

Bey Böhnings Ecke

1739

bei Böhnigs Ecke

1737

Böhnigs Ecke ( Gesmer ) / Kleine Gäsgen an Böings Ecke

1734

Rosmarien -  Gasse

1720

Rosmariengasse

1532

in der Barvoten Straten inter Andream Emerman et plateam qua itur add plateam Roden Dictam

1530

in der Roden Straten twisken der gassen an der Barvoten Straten

1461

in der Roden Straten an dem orde der stinckenden gasse

1461

Stinckende Gasse


Die eigentliche Jüdenstraße verlief früher von der Straße „Ritterplan“ bis zur „Barfüßerstraße“. Der heutige Nordteil (Straße von „Weender Straße“ bis „Ritterplan“) war früher die Poststraße (1739). Abwechselnd mit der Straßenbezeichnung Riddagshäuser  Str., Ritterhäuser Str., Poststraße). Das südliche Ende der Jüdenstraße war früher die Rosmarienstraße / Neue Straße / Bey Böhnigs Ecke / Rosmariengasse, die Verbindung zwischen Barfüßer Straße und Rote Straße. Eine Verbindung von der “ Rote Straße” über die Mauerstraße und  Lange Geismarstraße bis  zur “Kurze Geismarstraße” existierte 1737 nicht.

Im Stadtplan von Schilling aus dem Jahre 1773 war die heutige Jüdenstraße in 4 Straßenzüge unterteilt: A. Rittershäuser Straße (Bereich Weender Straße bis Ritterplan), B. Sehn. Straße ( Bereich Ritterplan bis Speckstraße ) , C. Judenstraße ( Speckstraße bis Barfüßerstraße ) D. Bey Böhnings Ecke (Barfüßerstraße bis Rote Straße). 

Die Reddingshuser Straße wurde vermutlich nach dem Ort Reyershausen benannt. Die Bezeichnung „Redding“ wurde vermutlich fälschlicherweise als „Ritter“ interpretiert , daher die Bezeichnung Ritterplan.

Die damalige Rosmariengasse gehörte damals zum Barfüßerkloster. Der Name könnte sich evtl. auf die betenden Mönchen mit ihren Rosenkränzen beziehen. 

 

10. März 1348 herzogl. Schutzbrief für die Judenschaft, der u. a. die Freizügigkeit zusteht. Die Juden haben an die Landesherrschaft zu Michaelis jeden Jahres für den Schutz 4 1/2 Mark lötigen Silbers zu zahlen. (aus : Stadtarchiv Göttingen https://www.stadtarchiv.goettingen.de/chronik/1348.htm).

Lötiges Silber war damals eine Maßeinheit in der Münztechnik  ; siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Lot_(Feingehalt)

 

 

Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen , 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „de lange jodenstrate“u. Reddingshuser strate“ für die Straße erwähnt.

 

                http://www.wiki-goettingen.de/index.php?title=J%C3%BCdenstra%C3%9Fe

                

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768,  Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.



Jutta – Limbach – Straße  PLZ 37073 – [16.06.2018]

                2006 Am Güterverkehrszentrum

Die Jutta – Limbach – Straße wurde aus der Straße „Am Güterverkehrszentrum“ herausgetrennt un die HN Am Güterverkehrszentrum 3  in Jutta – Limbach – Straße 3 umbenannt. (RatsInfo :  FB61/1544/18  v. 15.06.2018)

 

                Am Güterverkehrszentrum

                Benannt nach dem anliegenden Güterverkehrszentrum , dem früheren Güterbahnhof.

 

                Jutta – Limbach - Straße

                Benannt nach Jutta Limbach ,1934 - 2016

Kaiser – Wilhelm – Allee  PLZ 00000 – [00.00.0000]

                1888 Kaiser-Allee

                0000 Kastanieallee


Die Kaiserallee tauchte ca. 1890 in den Karten auf und verläuft vom Hainholzweg bis zur Herzberger Landstraße. Auf einer Stadtkarte 1 : 2000 von 1953 ist die Straße noch vorhanden , danach verschwand sie aus der Karte. Auf den allgemeinen Straßenkarten ist die Straße allerding auch noch danach vorhanden. Auf karten von OpenStreetMap aus dem Jahre 2021 taucht die Straße dann als Kaiser – Wilhelm – Allee auf. Am unteren Weg der Kaiseralle befindet sich ein Gedenksein mit der Aufschrift "Kaiser - Wilhelm - Allee ,  1890."


Der Weg wurde auch imVolksmund als "Kastanienallee bezeichnet.


Karl - Marx - Straße  PLZ 37081 – [07.03.1947]
1945 Berblingerstraße [07.08.1945]
1935 Göringstraße [18.03.1935]
 
Karl – Marx – Straße:
Benannt nach Karl Marx , 1818 – 1883
 
Berblingerstraße:
Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie zuerst 1945 in Berblingerstraße.
Ludwig Berblinger ( 1770 - 1829 ) . Bekannt auch als Schneider von Ulm, war Schneider, Erfinder und Flugpionier. Konstruierte 1811 einen Hängegleiter
Göringstraße:
Benannt nach Herman Göring , 1893 - 1946
 
Kasinoweg  PLZ 37073 – 1914 [KEIN BESCHLUß]
1906 Casinoweg
Benannt nach dem Gebäude des Offizierskasinos des InfReg 82. Ursprünglich das Wohngebäude von Sartorius von Waltershausen, 1809 – 1876.
 
Kepler  Straße PLZ  37085 – [07.08.1945]
1939 Litzmannstraße [17.11.1938]
1923 Prinz - Albrecht – Straße [TLW] [22.01.1932]
1901 Prinz - Albrecht – Straße [14.11.1901]
 
Keplerstraße:
Benannt Johann Kepler (1571 – 1630), Astronom. Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie.
Litzmannstraße
Benannt nach Karl Litzmann, 1850-1936, Altersprädisdent des Reichstag.
Prinz – Albrecht – Straße
Benannt nach Friedrich Heinrich Albrecht Prinz von Preußen, 1809-1872 oder  Friedrich  Wilhelm Nikolaus Albrecht von Preußen, 1837-1906. Es gibt keine Unterlagen zu dieser Benennung. Namenspate war vermutlich der jüngere Albrecht, da dieser Beziehungen zu Göttingen aufweist.
 
Kesperhof PLZ 37079 – [16.12.1949]
1767 Am Kesperhofe
Kesperhof
Der Name leitet sich von einem großen Kirschhof ( nnd. kesperen = Kirsche) ab.
 

Kleperweg PLZ 37085 – [03.06.1864]

        1883 Klepperweg (ADressbuch 1883)

 1620 vor dem Albanitor am Kleper Weg

1598 Kleperwege

1482 up den weg vor den Kleppern (Weg nach dem Kleperberg)

 

Laut dem Adressbuch von 1892 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.


Klinkerfuesstraße PLZ 37073  - [01.09.1934]
1921 Krumme Straße [22.12.1921]
 
Klinkerfuesstraße:
Die Straße wurde nach dem früheren Direktor der Sternwarte Ernst Wilhelm Klinkerfuess (1827 - 1884) benannt. Deutscher Astronom. Bedingt durch Konflikte in der Sternwarte, finanzielle Belastungen und herbe Enttäuschungen schied er 1884 aus dem Leben, in dem er sich in einer Abstellkammer der Sternwarte erschoss.
 
 

Köngigsallee  PLZ  37079 – [03.06.1864]

1857 Königsallee

0000 Auf dem Triftwege ( 18. Jahrhundet)

0000 Lenglerner Landstraße 

0000 Lenglerner Chaussee                               

Die Lenglerner Landstraße wird in Verbindung mit der Goetheallee im Göttinger Stadtarchiv - Alte Hauptregistratur unter Abteilung I C mehrfach erwähnt. 

Der Name der Straße leitet sich vom König Otto IV (Otto IV. von Braunschweig (ca. 1176 – 1218) ab, der diesen Weg von der heutigen Kasseler Landstraße zu seinen Burg Pfalz Grona anlegen ließ.

 Für das Jahr 1857 wird im Göttinger Adressbuch Levin´s Fabrik erwähnt. Im Göttinger Adressbuch  von 1862 wird die Straße als „Gronerthor - an der Königsallee“ erwähnt (Levin´s Fabrik)

Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.

Laut Adressbuch von 1920 gab es eine erneute Umnummerierung der Hausnummern.


Königsberger Straße PLZ  37083 – [20.07.1951]
1911 Koppelweg (Göttinger Adressbuch 1911)

Königsberger Straße

Benannt nach der Stadt Königsberg , dem heutigen Kalingrad.

Königsstieg PLZ 37079 – [12.02.1937]

2022 Teilstück zwischen Königsstieg und Ernst – Abbe – Straße ( Neuwidmung) [29.12.2022]

früher Am Königsstieg und Greitweg

1936 Am Königsstieg

1892 Greitweg

1731 Auf dem Königsstiege

 

Der Königsstieg ist eine Zusammenlegung der Straßen “Am Königsstieg” später Königsstieg und “Greitweg”. Die Straße “Am Königsstieg” verlief von Ecke Königsallee / Grätzelstraße bis Friedrich-Naumann-Straße. Der hier genannte Greitweg verlief von der heutigen “Friedrich–Naumann–Straße” bis zur Groner Landstraße und ist nicht mit dem heutigen Greitweg identisch.

Nach dem  Göttinger Einwohnerbuch von 1949 gehörte die rechte Straßenseite zu Stadt Göttingen; die linke Seite jedoch zur Gemeinde Grone, da sich hier die Gemeindegrenze Göttingen / Grone verlief. Der Name Greitweg leitet sich vom mnd. greit ab, was für Kalkmergel oder Kalktuff steht und bezieht auf den Boden in dieser Gegend.

 

Gemäß Amtsblatt der Stadt Göttingen , Nr. 55 vom 28.12.2022 wurde ein Teilstück des Weges zwischen Königsstieg und Ernst – Abbe – Straße als Gemeindestaße gewidmet.

 

Kornmarkt PLZ 37073 – [05.03.1976]

1945

Weender Straße (TLW) [17.04.1945]

1938-1945

Straße der SA (TLW) [28.01.1938]

1864

Kornmarkt [03.06.1864]

1862

Markt (Adressbuch 1862) - TLW

1857

Kornmarkt (Göttinger Adressbuch 1857)

1812

Kornmarckt

1765-1769

Am Kornmarckt *1)

1765 – 1769

Kornmarckt *2

 

1753

Am Kornmarkt // Korn - Marckt

1750

Am Kornmarkt // Korn Marckt

1749

Am Kornmarkt

1740

Kornmarckt

1736

Gülden Straße , Korn Marckte

1734

Korn – Marckt

1720

Am Kornmarkt

1702

Am Kornmarkt

1689

Am Kornmarkt

1687

Am Kornmarkt

1634

Fromentmarkt 

1591

in der Gulden Straten

1585

Ex oppositio popinarum (östliche und westliche Seite des Kornmarkt)

1531

HN 8 (Priz. HN 111) ex opposite fori (gegenüber dem Markt) in acie (an der Ecke) de Roten Staße

1419

Ex oppositio macellorum (gegen den Fleischmarkt)

 

 

0000

gegen den garbraden (Spätmittelalter)

0000

Umme dat brodhus

 

 

                Ostseite

                

1590

am Gülden Orde ( Ecke der Güldenstraße)

1503

jegen den Garbraden (Garküche)

1461

jegen den Koldunen Bencken (=Verkaufsstände für exbare Engeweide)

1458

teghen den Scharren

1416

opositum Donum Pistorum (= Bäcker-Gildehaus)

1412

oppositum Macellorum

 

                

                Westseite

                

1634

Gegen dem Fischsteine

1632

Gegen dem Fischstein

1631

Gegen dem Fischstein

1598

Gegen dem Vischesteine (Fischestein)

1568

Gegen dem Visschestein 

1564

twischen dem Schnare und sinem eigen huse jegen dem Vischsteine

1546

Boven dem Fischstein 

1536

teghen dehme Vischteyne

1466

jegen den Fischbencken

 

 

0000

Tegen dem Visgesteine 

 

Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Straßenabschnitt den Namen Güldenstraße, ab Anfang der 18. Jahrhunderts Kornmarkt

 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766 , Ostern 1768 – Michael 1768.

*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768,  Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

*3) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1768 – Michael 1768 erwähnt.

 

Im Adressbuch von 1865 wurden einige Häusernummer des „Markt“ dem Kornmarkt zugeordnet.

1938 wurden der Kornmarkt und die Weenderstraße zur Straße „Straße der SA“ zusammengefasst. Die Umbenennung wurde 1945 übernommen und erst mit Neugestaltung wurde im Jahre 1976 der Kornmarkt wieder aus der Weender Straße herausgetrennt.

Im Göttinger Adressbuch von 1995 werden die HN Weender Straße 1 – 9 und 2 – 16 der Straße Kornmarkt zugeordnet. 

1634 als Fromentmarkt erwähnt. Der Name leiter sich frumentum = korn ab. 

 

 
Kreuzbergring PLZ  37075 –[07.08.1945]
1938 Ludendorffring [17.01.1938] (westliches Teilstück und neues Teilstück)
1891 Kreuzbergweg [23.10.1890]
1865 Weender Feldweg
1759 Flurbezeichnung „auf den Creutzen“ und „unter den Creutzen“ 
 
Kreuzbergring:
Mit der Namensgebung des heutigen Kreuzbergring hat es  folgenden geschichtlichen Hintergrund. Ursprünglich hieß er Kreuzbergweg und ging damals von der Weender Landstraße bis etwas Höhe der heutigen Humboldtallee ( damals Kirchweg ), bzw. auf der Höhe des Waldwegs. Ab ca. 1935/1936 folgte der weitere Ausbau des Kreuzbergwegs bis zur Kreuzung Nikolausberger Weg / Düstere - Eichen - Weg (zu dieser Zeit Schlageter Weg). Der Ausbau wurde 1938 vorläufig fertig gestellt. Der Kreuzbergweg wurde in dieser Zeit in Ludendorffring umbenannt, wie auch viele andere Straßen in Göttingen. Der Name “Ring” vermutlich deshalb, da in der Mitte des 19. Jahrhundert eine östliche Umgehungsstraße geplant wurde. Die Umbenennung erfolgte 1945. Der Name Kreuzbergring ist eine Zusammenfassung der Namen Kreuzbergweg und Ludendorffring. Umbenannt wurde jedoch nur der Teil des Kreuzbergringes zwischen Weender Landstraße und Waldweg. Das Teilstück zwischen Waldweg und dem Kreuzberg behielt den Name Kreuzbergweg bei und erst 1953 in Von – Bar – Straße umbenannt.
Ludendorffring:
Benannt nach Erich Ludendorff , 1865 - 1937
Kreuzbergweg (Kreutzbergweg)
Der Name Kreuzbergweg taucht erstmalig 1891 in Allg. Adressuch für Göttingen auf , davor wurde die Straße „Weender Feldweg“ ab dem Jahre 1865 in den Adressbüchern erwähnt.
 

Kurze Geismarstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]

Verbindung zwischen Rote Straße und Geismar Tor.

 

 

Bestand aus 3 Teilstücken: 

Teilstück Lange Geismar Straße zum mittleren Tor

 

1857

Kurze Geismarstraße ( Göttinger Adressbuch 1857)

1812

Geismar kurtze Straße

1788

Geismar kurze Straße

1781

an der Geißmar Kurtzen Straße an dem Geißmar Thore

1737

Im Geißmar alten Dorfe

1734

die Geismar kurtze Straße

1704

vorm Geißmar Thore

1585

Geismariensins Brevis

1553

in der Korten Straten des Geismer Olden Dorpe

1549

Geismariensis Brevis

1419

geismar. Brevis

1416

Korte Gheymer Strate

1408

Plaeta Geysmarensis Brevis

 

 

0000

Korte Geismarstrate 

 

 

Teilstück vom mittleren zum äußeren Tor

 

1564

in der Geismerstraten jegem dem Hilligen Crutze

1553

korte Geismar Strate

1414

extram Valvam

1397

Geysmer Wege

1397

buten unser stad und oldeme dorpe vor dem Geysmar Dore by deme teygelhus und wege de geyd von dem Geysmar Wege to der Odylygen Molen

 

 

Dritte Teilabschnitt von der Langen Geismar Straße bis Rote Straße

 

Neue Straße wurde in die Kurze Geismarstraße eingegliedert

 

1857

Neue Straße ( Göttinger Adressbuch 1857)

1812

Neue Straße

1796

Querstraße

1786

Neue Straße

 

 

Der Straßenname „im alten Geißmar Dorf“ wird bei Gesmer 1737 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war der Straßenverlauf von Geismar Tor bis zur Lange Geismarstraße. Eine Verbindung zwischen der Lange Geismarstraße und der Rote Straße existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

Die Neue Straße war früher die Verbindungsstraße zwischen der Langen Geismarstraße und der  Rote Straße. Sie wurde in die Kurze Geismarstraße eingefügt und nach ihr benannt. Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „platea Geismariensis brevis“ für die Straße erwähnt.

 

 

Kurze Straße PLZ  37073 – [03.06.1864]

 

1862

Kurze Straße (Zusammenfassung Kurze Straße und Kurze neue Straße)

1857

Kurze Straße ( Göttinger Adressbuch 1857

 

 

A. Kurze Straße (Alter Teil)

Ältester Teil nur bis zur Stadtmauer an der Turmstraße. Nach dem Mauerdurchbruch 1767 nach Süden bis zur neuen Hospitalstraße

 

1812

Kurtze Straße

1768 – 1769

Kurzestrasse *3)

1767 – 1768

Kurtze Strasse *2)

1765 – 1767

Kurtzstrasse *1)

1750

Kurze Straße

1750

Kurtze Straße 

1740

Kurtze Straße

1737

Kurtze Straße

1734

Kurze Straße

1635

Korten Straße

1605

Korttenstraße

1585

Platea brevis (bis zur HN 6 und Kath. Kirche und nördliche Seite der Turmstraße bis Nikolaistraße)

1561

Cortenstraten

1546

In platea Brevi 

1419

brevis platea

1416

de Korte Strate

1414

Platea brevi

1412

vridaghes strate (Freitagsstraße)

1402

in Platea Brevi dicta Vrydages Straten

1400

platea brevis dicta Vrydages Straten (in der kurzen Straße genannt Vrydages Straten)

1357

Vrydagstrate (benannt nach der um 1400 abgewanderten Kaufmannsfamilie Frigedag)

 

 

0000

Plateam brevem

0000

Korte strate

 

                

                B. Kurze neue Straße (Straßenverlauf zwischen Turmstraße und Hospitalstraße)

 

1821

an der kurzen neuen Straße

1812

Kurtze neue Straße

1788

Kurze neue Straße

1781

Neue Straße

1780

Kurze neue Straße

                

 

Der älteste Teil führte nur bis zur Stadtmauer. Die “Kurze neue Straße” war der Straßenverlauf zwischen der Turmstraße und der Hospitalstraße und wurde erst nach Schleifung (1767) der Stadtmauer errichtet. Davor endete die Kurze Straße in die heutige Turmstraße. 

 

*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767 erwähnt.

*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1767 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768  erwähnt.

*3) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 –  Ostern 1769 erwähnt.

 

 
Stand : 2027 - 07 - 31
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