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STADT GÖTTINGEN
STRASSENNAMEN F - K
[00.00.0000] = offizielles Beschlußdatum
Fabrikweg PLZ 37075 – [12.12.1890]
0000 Weender Landstraße 49
Der Weg führte zum damaligen Zuckerfabrik – heute Gallus-Park , deren Betrieb 1905 eingestellt wurde.
Früher wurden die HN 2 und 2a der Weender Landstraße 49 zugeordnet.
Felix - Klein - Straße PLZ 37083 – [01.03.1929]
1904 Lindenstraße [16.09.1904]
1900 Koppelweg 1253
Felix – Klein – Straße:
Benannt nach Prof. Dr. Felix Klein (1849 – 1925). Göttinger Professor, Er forschte auf dem Gebiet der reinen und angewandten Mathematik
Lindenstraße
Benannt nach dem Baum, die Linde
Friedländer Weg PLZ 37085 – [03.06.1864]
1857 Friedländer Weg ( Göttinger Adressbuch )
1731 erwähnt als Friedländer Heerstraße (Göttinger Adressbuch 1995)
Der Friedländer Weg war ein Stück des Hellweges. Die Verkehrsstraße verlief in etwas im Bereich Friedländer Weg, Bühlstraße und Humboldallee. Auf Plänen des 18. Jahrhunderts wird der südliche Teil des Friedländerweges als „Oberer Geismar Weg“ bezeichnet. Im Göttinger Adressbuch von 1862 wird die Straße unter der Bezeichnung „Albanithor am Friedländerweg linke Seite“, „Albanithor am Friedländerweg rechte Seite“ und am „Geismarthor am Friedländerweg“ bezeichnet. Es wurden keine HN vergeben.
Laut dem Adressbuch von 1890 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Nach dem Vergleich Adressbch 1888/89 zu 1890 erfolgte der Abriß der damaligen HN 6. Das Grudtück lag zwischen den heutigen HN 24(vor 1890 HN 5a ) und HN 26 (vor 1890 HN 7)
Benannt nach der erfolgreichen Schlacht von Tannenberg vom 26.8 – 30.8.1914 gegen die russische Armee.
Friedrichstraße PLZ 37073 –[31.12.1897]
1897 | Friedrichstraße |
1892 | St. Annen - Gang ( TLW) [10.11.1892] |
1773 | Gäschen nach Atzenheims Garten |
1750 | Gäsgen nach dem Atzenheims Gärten oder Graben |
1740 | Gäsgen nach dem Atzenheims Graben oder Gärten |
1739 | Das Gäsgen nach Atzenheims Garten |
1737 | Gäsgen nach Atzenheims Graben oder Gärten |
Friedrichstraße:
Benannt nach Friedrich Bettmann, 1799 – 1875. F. Bettmann war Besitzer des Gasthofes „Zur Krone“. Er besaß in diesem Bereich ein Gartengrundstück, das seine Erben der Stadt zur Verfügung gestellt hatten
St.-Annen-Gang
Der Gang war nach dem St.-Annen-Kloster benannt, der 1508 auf dem Gelände der heutigen Universitätsaula errichtet wurde. Der Gang diente der Erschließung der Gärten am östlichen Wall durch einen Torweg am Braun`schen Hause. Zugeordnet wurden die HN 1,3 und 4. Die HN 3 wurde abgebrochen (Göttinger Adressbuch von 1900).1897 erfolgte der Durchbruch durch den Wall.
Der Gang befand sich gegenüber dem damaligen Frauenkloster und war ein kleiner Durchgang zur alten Befestigung.
Gäsgen nach Atzenheims Graben oder Gärten (1737)
Gäschen nach Atzenheims Garten (1773)
Straßenverlauf von der Burgstraße ostwärts Richtung der damaligen Gärten zwischen Burgstraße und Karspüle. Heute nicht mehr vorhanden. Das Gäschen ist im Bereich der heutigen Friedrichsstraße anzuordnen.
Gartenstraße PLZ 37073 – [10.12.1903]
Die Straße wird erstmalig 1888 im Göttinger Adressbuch erwähnt. Die Gartenstraße wurde nach dem Durchbruch des Walles im Teilstück zwischen Angerstraße und Wall bis zum Rosdorfer Weg verlängert. Nach Ausbau der Bürgerstraße wurde das Teilstück der Gartenstraße zwischen Bürgerstraße und Rosdorfer Weg der Marienstraße zugeordnet.
Die Straße wurde in der Zeit von 1914/16 an das örtliche Stromnetz angeschlossen .
Geismar Landstraße PLZ 37083- [14.08.1992]
1923 Geismar Landstraße [24.05.1923]
1864 Geismarer Chaussee [03.06.1864]
1857 Geismar Weg
1348 Geismarscher Weg
Im 18. Jahrhundert wurde der Bereich zwischen Geismartor und Friedländer Weg auch als „Unterer Geismar Weg“ bezeichnet .
Ende des 18. Jahrhunderts ausgebaut wurde sie und dann als „Geismar Heerstraße“ benannt.
Laut Adressbuch von 1872 kam es zu einer Umnummerierung der HN.
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Nach Ratsbeschluß wurde bereits 1915 der Straßenzusatz „Chaussee“ in Landstraße umbenannt. Auf Stadtplänen erscheint ab 1915 nur noch der Straßenname „Geismarer Landstraße“.
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
1992 wurde der Lageveränderung durch den Ausbau der Kreuzung Am Geismarstor Rechnung getragen und eine neue Straßenführung beschlossen. Dieses machte einen erneuten Beschluß notwendig.
Im Göttinger Adressbuch von 1862 erfolgte die Bezeichnung der Straße als „Geismarthor – am Geismar Wege linke Seite“ bezeichnet ohne Erwähnung von HN.
Geiststraße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1862 | Geissstraße |
1857 | Geiststraße (Göttinger Adressbuch) |
1824 | Hinter dem Geiste |
1822 | Hinter dem Geiste |
1812 | Hinter dem Geiste |
1793 | am Groner Thore an der Geiststraßen Ecke |
Ca. 1780 | Hinter dem Geste |
1773 | Die Lauenau (Schilling) |
1753 | Die Lauenau |
1752 | an der langen Marschstraßen (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1750 | Die Lauenau |
1747 | Die Lauenau |
1739 | Hinter dem Geiste |
1737 | Die Lauenau |
1734 | Lange Maschstraße |
1734 | Eulenstraße |
1720 | an der langen Marschstraßen (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1720 | Eulenstraße ( südliche Geiststraße) |
1720 | Große Teichstraße (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefaßt) |
Ca. 1650 | de lange dieckstrate |
1569 | Upm Marsche in der langen Straten |
1560 | up dem Marsche up der Breden Straten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1547 | up der Buiterschen (=äußeren) Maschstraten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1536 | de lange Marketstrate uppe deme Masche (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1532 | Uppe lutken Mersche |
1512 | de Lange Marckstrate (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1461 | de Lutke Maschstraten (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1459 | de lange Marschstrate (Geiststraße und Untere Maschstraße zusammengefasst) |
1419 | in scanto spiritu (beim Hl. Geist) |
1419 | in saneto spirito (ursprünglich ein Weg durch das Gelände des Hl. Geist-Stifts |
|
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0000 | Levenowe |
0000 | Lewenau |
0000 | De lange Diekstrate |
Bis ca. Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Geiststraße und die Untere Maschstraße zusammengefasst. Unter der Bezeichnung „Die Lauenau“, „Lange Maschstraße“ und „de lange dieckstrate“ waren damals die heutige Geiststraße und die Untere Maschstraße zusammengefasst. Die Straße wurde nach dem Hl. Geist – Hospital benannt, das 1960 abgebrochen wurde. In einigen Schriften wird die Geiststraße in der Mitte des 18. Jahr als Eulen – Straße oder Uhlenstraße erwähnt. Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen , 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „Levenowe“ , “ Levenowe“ u. „Lewenau“ für die Straße erwähnt.
Benannt nach Prof. D.r Georg Gotttfried Gervinius , 1805 - 1871, Verlor als Göttinger Sieben 1837 seine Professur. Er wurde 1836 als Prof. für Geschichte und Literatur an die Universität berufen.
Geschwister – Scholl – Straße PLZ 37081 – [07.03.1947]
1935 Richthofenstraße [18.03.1935] 1939
Umbenennung auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie
Nach dem Vergleich der Adreßbücher von 1932 , 1937 und 1939 kam es anscheinend zu einer Umummierung der HN. Es ist allerdings nicht erkennbar , ob es sich um den heutigen Tuchmacherweg oder um die heutige Geschwister – Schollstraße handelt.
Geschwister – Scholl – Straße:
Bei den Geschwistern Scholl handelt es sich um die Geschwister Hans (1918 - 1943) und Sophie Scholl (1921 - 1943). Sie waren Mitglieder der Widerstandgruppe „Weiße Rose“, die während des Zweiten Weltkrieges Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Die Geschwister Scholl wurden während des Verteilens von Flugblättern von dem Hausmeister der Universität München von Jakob Schmidt überrascht und bei der Gestapo denunziert. Sie wurden zwei Tage später durch den Volksgerichthof zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tage hingerichtet. Jakob Schmid wurde damals von seinem Gauleiter mit Händedruck bedankt, erhielt 3000 Reichsmarken Belohnung und wurde zum Truppführer ehrenhalber ernannt. Im Juni 1946 wurde Jakob Schmid aufgrund des Entnazifizierungsgesetz durch amerikanische Militärregierung angeklagt und zu fünf Jahre Arbeitslager verurteilt.
Richthofenstraße
Benannt nach Manfred Freiherr von Richthofen, 1895-1918, Jagdflieger im 1.Weltkrieg
Godehardstraße PLZ 37073 , 37081 – [18.09.1951 ]
1947 Friedrich – Naumann – Straße (Teilstschück zwischen Königsallee und Leine) [07.03.1947]
1932 Maschwiese (adressbuch 1932 / 1937)
1934 Tannenbergstraße [12.06.1934]
Godehardstraße:
Umbenannt wurde ein Teilstück der F.-N.- Straße ab dem Bereich der Königsallee in Richtung Berliner Straße. Die Straße wurde benannt nach Godehard von Altaich ( 960 – 1038 ) Godehard von Altaich wurde 1022 zum Bischof in der damaligen Pfalz Grona auf dem Hagenberg geweiht.
Im Stadtplan von 1950 (Hüls) wurde der gesamte Straßenverlauf zwischen Königsallee und damaliger Bahnhofsstraße ( heute Berlinerstraße) benannt.
Nach dem Stadtplan Universitätsstadt Göttingen des Niedersächsischen Landesvermessungsamtes aus dem Jahre 1962 verlief die damaligen Godehardstraße von der Königsallee in Richtung Berliner Straße bis an die Leine. Und von der Leine bis zur Berliner Straße. Eine Straßenbrücke über die Leine, wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht. Es gab anscheinend nur eine einfache Brücke (Fußgänger?) über die Leine. Die Freigabe als neue Verbindungsstraße zwischen Königsallee und Berliner Straße erfolgte erst im Jahre 1965.
Friedrich – Naumann – Straße:
Die Umbenennung 1947 erfolgte auf Grund der damaligen Entmilitarisierungsstrategie. 1951 wurde die Friedrich – Naumann – Straße in zwei Teile geteilt und daher ein Neubeschluß notwendig wurde.. Der westliche Teil zwischen Königsstieg und und Königsallee behielt den Namen Friedrich – Naumann – Straße , während der östliche Teil zwischen Königsallee und Berliner Straße in Godehardstraße umbenannt wurde. Benannt nach dem Politiker Friedrich Naumann , 1860 – 1919. F. Naumann war evangelischer Theologe und liberaler Politiker des Kaiserreiches.
Tannenbergstaße:
Benannt nach der erfolgreichen Schlacht von Tannenberg vom 26.8 – 30.8.1914 gegen die russische Armee benannt.
Maschwiese
Wird erwähnt in den Göttinger Adressbücher von 1932 und 1937. Hier werden die alten Schießstände und der Sportplatz des. 1 SC 05 erwähnt. Der Bereich ist heute überbaut und befindet sich auf dem Gelände der heutigen BBS II.
Goethe - Allee PLZ 37073 - [14.01.1932]
1864 | Alleestraße [03.06.1864] |
1834 | Allee |
1824 | Die Allee |
1816 | Die Allee |
1768 | An d. Allee ( erwähnt HN 859) |
1765-1769 | Auf der Allee (erwähnt die HN 860 , 862, 919,921 ) *1 |
1762 | Auf der Masch (Ostteil der Straße) |
1758 | Allee |
1753 | Auf der Masch // Allee |
1750 | Allee // Auf der Masch |
1749 | Auf der Masch |
1747 | Auf der Masch ( Ostteil der Straße) |
1740 | Auff der Masch |
1737 | Auff der Masch |
1720 | Neustädter Güldenstraße |
1702 | Auf der Masch |
1689 | Auf der Masch |
1585 | De lange Marketstrate |
1546 | Up dem Marsche |
Ca. 1500 | Güldenstraße oder auch Neustädter Güldenstraße |
1492 | Güldene Gasse |
1447 | dem luttikken Masche (heutige Goetheallee und Maschstraße) |
0000 | de lange marketstraten uppe dem Masche (Spätmittelalter) |
0000 | De lange marketstrate uppe dem masche |
0000 | Obere Maschstraße |
0000 | Neustädter Güldenstraße |
Die Levenau (nördlicher Teil der Neustadt) bildet ihre Fortsetzung bis zum (1458) flote de vover de Masch geyt“, Später Maschgraben. Die westliche Häuserreihe der Levenau endete mit den Häusern 858 und 859 (Heute Goethe-Allee 2 und 3). Göttinger Adressbuch von 1857 zur Allee (heute Goethe-Allee) gehörend.
Die Alleestraße wurde im Jahre 1932 zum Anlass des 100. Todestags nach Johann Wolfgang von Gothe umbenannt.
Die heutige Goetheallee war auf dem im Mittelalter der so genannte Masch - Querweg und wurde damals Güldene Gasse ( 1492 ), Güldenstraße oder auch Neustädter Güldenstraße genannt. In alten Schriften wird oft auch der Name Eulengasse, Eulenstraße, bzw. vor 1750 Uhlenstraße erwähnt. Die Straße war damals nicht gepflastert, sondern war den größten Teil des Jahres sumpfig und verschlammt. Trockenen Fußes konnte man nur an höher gelegenen Stellen oder über großen Stein gehen. Um 1754 begann der Ausbau der heutigen Goetheallee bedingt durch den damaligen Schritt, das Göttingen Universitätsstadt werden wollte. Im Jahre 1763 wurde der Wall an der Westseite durchbrochen und abgetragen. 1829 erfolgte der Ausbau der damaligen Alleetore im Bereich des Walles. Den Name Alleestraße erhielt sie im Jahre 1864. 1932 erfolgte die Umbenennung zum Gedenken an Goethe im damaligen Goethe - Gedenkjahr in die Goetheallee.
Im Adreesbuch von 1857 und 1862 wird die Hausnummer Untere Maschstraße 861der heutigen Goethe-Allee 22 zugeordnet.
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
Zwischen 1967 und 1980 kam es zur Bekämpfung des Dirnenunwesens zur Errichtung eines Sperrbezirkes um die Prostitution zu verbieten.
Im Volksmund wurde die Straße auch "Rue de la Trappe“ genannt, da hier in früherer Zeiten Prostituierte ihrem Gewerbe nach gingen.
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „de lange marketstraten uppe dem Masche“ für die Straße erwähnt.
Goldaper Weg PLZ 37083 - [12.02.1965 ]
Goßlerstaße:
Benannt nach Gustav von Goßler , 1838 - 1902 , Jurist und preußischer Kultusminister. Auf Wunsch von Goßler´s ist auf das Adelsprädikat verzichtet worden. Er befürwortete den Neubau des gesamten Kliniksviertel.
Gotmarstraße PLZ 37073 – [03.06.1864
1902 | Gotmarstraße |
1824 | Gotmarstraße |
1816 | Gothmarstraße |
1765 – 1769 | Gothmarstrasse *1 |
1753 | Gotmarstraße |
1753 | Gothmers Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt) |
1750 | Gotmarstraße |
1750 | Gothmer Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt) |
1749 | Gotmarstraße |
1740 | Gothmer Straße (Stumpfebiel und Gotmarstraße zusammengefaßt) |
1737 | Gothmar – Strasse |
1736 | Gothmarstraße |
1731 | Gothmar Straße |
1702 | Gotmarstraße |
1642 | Goutmerstraße |
1637 | Goutmerstraße |
1633 | Guttmerstraße |
1626 | Guttmerstraße |
1624 | Gottmerstraße |
1620 | Guttmerstraße |
1618 | Gotmerstraße |
1612 | Gutmerstraten Guttmerstraße |
1611 | Gutmerstraten |
1609 | Gutmerstraße |
1608 | Guttmerstraße |
1607 | Guttmerstaße Gutmerstraße |
1605 | Gutmerstraße |
1601 | Gutmerstraße |
1598 | Gutmerstraße |
1594 | Gouttmerstraße |
1593 | Gouttmerstraße |
1592 | Guttmerstraße |
1591 | Gouttmerstratten Guttmerstraße Gottmerstraße |
1589 | Gutmerstraße Guttmerstraße Gouttmerstratten |
1588 | Gotmerstraße |
1586 | Gouttmerstratten |
1584 | Gutmarstraten |
1581 | Goitmanstraten |
1575 | Godtmarstraten Guttmarstraten |
1574 | Gottmarstraten |
1568 | Gutmer Straten |
1558 | Platea Gutmanni |
1556 | Guitmannstraten |
1553 | Goitmerstraten |
1553 | Gothmer Strate |
1546 | Gutmhanstraten In platea Guthmanni |
1545 | Guthmanstraten |
1541 | Gotmanstraten |
1537 | Guthmanstraten |
1536 | de Gutmann Strate |
1533 | Gotmannstraten Gutmannstraten |
1532 | Gutmannstraten |
1531 | Platea Gutmanni Gotmerstraten |
1473 | Guthmer Strate |
1440 | in der Gutmans Straten |
1429 | Platea Gutmanni |
1416 | Gotmannes Strate |
1411 | in der Gutmans Straten |
1350 | in Strata Gotmanni |
1333 | Guttmannesstrate |
1333 | Gutmannstrate |
1333 | in platea publicam quae dictur Gutmannstrate |
|
|
0000 | De Gudmannstrate |
0000 | Platea Guthmann |
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 und Ostern 1768 – Michael 1768 erwähnt.
Im Stadtplan von Gesmer (1737) wurden die heutige Gotmarstraße und der Stumpfebiel zu einer Straße zusammengefasst. Der Straßenverlauf des heutigen Stumpfebiel von der Weender Straße westwärts bis zur ab
knickende Kurve nach Süden wird hier “Am inneren Wehnder Stad thore “ genannt.
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „Gutemannstrate“ für die Straße erwähnt
Gotmarstraße 1 = Lichtenberg - Haus. Benannt nach Georg Christoph Lichtenberg . 1742 durch den Kaufmann Christian Schmahle erbaut , dort noch unter dem Namen „Schmahles Laden“ bekannt.
https://www.denkmalschutz.de/denkmal/Lichtenberghaus.html
Änderung ADRESSBUCH 1862 zur 1864
AB 1862 AB 1864
Gotmarstraße HN 527 Prinzenstraße 4
Groner Landstraße PLZ 37081 – [24.05.1923]
1864 | Groner Chaussee [03.06.1864] |
1857 | Groner Chaussee ( Göttinger Adressbuch ) |
Ca. 1750 | Gronder Chaussee |
1533-1620 | Steinweg |
1369 | via dicta Steynwech ducit versus Grona (der Weg mit dem Namen Steinweg führt nach Grona) |
Nach Ratsbeschluss wurde bereits 1915 der Straßenzusatz Chaussee in Landstraße umbenannt. Auf den Stadtplänen erscheint nach 1915 nur noch der Name Groner Landstraße. Im Göttinger Adressbuch von 1862 wurde die Straße als „Gronerthor – an der Groner Chaussee linke Seite“ und „Gronerthor – an der Groner Chaussee rechts Seite“ ohne Hausnummern wiedergegeben.
Laut Adressbuch von 1872 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Im Januar 1905 erfolgt der Beschluss zur Durchführung eines Projektes durch den Ing. C. OO. Gleim in Hamburg zur Unterführung der Bahnkörpers in der Groner Landstaße.
Im August 1922 wurden die als lästig und verkehrsstörend empfundene Schlagbäume am Eisenbahnübergang entfernt , das sämtliche Züge seite de 21. August 1922 über die neugebaute Überführung geleitet werden.
Im Göttinger Adressbuch von 1922, 1932 und 1937werden die Hausnummer auf der rechten Straßenseite der Kasseler Landstraße und dem Posthof zwischen dem heutigen Königsstieg und der Bachstraße auch unter der Groner Landstraße geführt.
Das frühere Reichsbahn – Ausbesserungswerk ( heute Lokhalle) wurde früher unter der Adresse Groner Landstraße (Heute Bahnhofsallee1) geführt.
Der Göttinger Friedhof (Groner Landstraße 81) wird der Kasseler Landstraße HN 1 zugeordnet.
Der Jüdischer Friedhof (Groner Landstraße 79) wird der Kasseler Landstraße HN 1 a zugeordnet.
Groner Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1857 | Groner Straße (Göttinger Adressbuch) |
1834 | Grüner Straße |
1824 | Groner Straße |
1816 | Grohnder Straße |
1773 | Grohnder Straße |
1765 – 1767 | Grönderstrasse *1 |
1753 | Grönder Straße |
1750 | Grüner Straße |
Ca. 1750 | Gronder Straße |
1747 | Gronder Straße // Gronder Strate |
1740 | Grüner Straße |
1737 | Grüner Straße // Grüner Strasse |
1734 | Grohnder Straße |
1731 | Grohnder Straße // Groner Strate |
1728 | Gründer Straße // Gründer Strate |
1641 | Grunerstraße |
1638 | Grunerstraße |
1635 | Grünerstraße |
1634 | Grünerstraßen |
1625 | Gruner Straße |
1622 | Gruner Straße |
1621 | Grüner Straße |
1614 | Grunerstraßen Grünerstraße |
1609 | Grüner Straße |
1608 | Grüner Straße |
1606 | Gründer Straße // Gründer Strate |
1595 | Gröner Straße |
1593 | Grunerstraße Gronderstraße |
1589 | Gröner Straße // Gröner Strate |
1589 | Gruner Straße // Gruner Strate |
1585 | Acies platae Gronensis (nur südliche Seite von der Kurze Straße bis Nikolaistraße) |
1585 | Platea Gronensis ( von der Zindelstraße und Nikolaistraße bis Leinekanal , nördliche Seite der Gronerstraße zwischen Kornmarkt und Zindelstraße) |
1585 | uff der grunen strassen |
1581 | Groinerstraten |
1571 | up der gronen straten |
1561 | Up der Groinen Straten |
1556 | Groiner Straße / Groiner Strate |
1555 | up der groinen straten |
1546 | In platea gronesi |
1540 | im Kyle (Bogen der Südseite Groner Straße) |
1532 | In platea gronense |
1419 | gronesis platea |
1419 | platea gr. |
1419 | gronensis acie (Groner Spitze) |
1405 | Groner Strate |
1403 | Platea Gronensis |
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0000 | De Gronerstraten |
0000 | Umbilicus Vivitatis ( Groner Straße zwischen Zindelstraße und Kornmarkt) |
Groner Straße 35 = Quentins Eck . Benannt nach Georg Quentin , der hier eine Kolonialwaren- und Delikatessen – Handlung hatte.
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
Änderung ADRESSBUCH 1862 zur 1864
AB 1862 AB 1864
Papendiek 587 Gronerstraße 60
Zindelstraße 642 b Gronerstraße 39
Gronerstraße 773 Groner – Tor – Straße 27
Gronerstraße 774 Groner – Tor – Straße 26
Gronerstraße 775 Groner – Tor – Straße 25
Gronerstraße 776 Groner – Tor – Straße 24
Gronerstraße 777 a Groner – Tor – Straße 23
Groner – Tor – Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1864 | Groner – Tor – Straße |
1862 | Groner – Tor – Straße |
1857 | Gronerthorstraße (Göttinger Adressbuch) |
1824 | Vor dem Groner Tor |
1812 | Vor dem Grohnder Thore |
1768 | Grönd. Brücke ( erwähnt wird HN 775) |
1758 | Am Gröner Thore |
1720 | Auf dem St. Johannis – Damm (Teilstück vom Auf dem Ritterplan in südl. Richtung zum Wall) |
1419 | sinte johannis dam (Teilstück vom Auf dem Ritterplan in südl. Richtung zum Wall) |
|
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0000 | strata publica (Spätmittelalter) |
0000 | up sinte Johannis damme (Spätmittelalter) |
0000 | Up sinte damma |
0000 | Zum Galgentor |
Westteil ( Leinekanal bis Wall ) – eingegliedert
1834 | Der Plaan (Heumann) |
1773 | Am Plan |
1753 | Der Plaan |
1753 | Der Plaan |
1750 | Der Plaan |
1749 | Der Plaan |
1740 | Der Plaan |
1737 | Der Plaan |
Ostteil (Papendiek bis Leinekanal) - eingegliedert
1773 | Am Grohnder alten Dorf |
1753 | Im alten Groner Dorf // Im Grönder alten Dorffe |
1750 | Im alten Groner Dorf // Im Grüner alten Dorffe |
1749 | Im alten Groner Dorf |
1740 | Im Grüner alten Dorfe |
1737 | Im Grüner alten Dorfe |
1720 | Altes Groner Dorf |
Namensentwicklung im Einzelnen
Südseite
1. Von der Leinekanalbrücke bis zur Angerstraße
1758 | Vor dem Anger |
1656 | dem Grünerthore gegen den Kirchen Beatae Mariae Virginis auf der Ecken |
1639 | -vor dem Grüner Stadthore gegen der Kirche Unser Lieben Frauen zwischen Clausen Friederichs und der Leinen -vor dem Gruner Tor (innerstes Tor) ggen der Kirche Unser Lieben Frauen (Marienkirche) |
1598 | auf dem Anger inter der Leinen und Bartoldt Holtborn |
1416 | Nova Civitas |
0000 | opposito beate virginis (gegenüber St. Marien) |
2. Von der Angerstraße bis zur Kuhleine
1558 | vor dem Groner Dor gegen dem Kunterhove (=Komturhof) |
1581 | jeden des Godes Ridders hofe bi des Hilligen Geistes Bruggen |
1568 | jegen Unser Lefen Fruwen Kercken |
1416 | ex opposition Beate Virgnis wente an de brughen |
1392 | In domo Conradi de Scheden iuxta pontem penes dominum Thiderici Rumper |
3. Platzartige Straßenerweiterung
1553 | ex oppositio sacarum aedium Divae Virginis et Scanti Spiritius |
1416 | teghen dem Heiligen Gheyste |
1416 | ex opposition Scanti Spiritus |
1318 | ex opposito s. spiritus (gegenüber dem Hl. Geist) |
Seit 1500 ist für den Platz gegenüber dem Heiligen Geist – Spital ein eigener Name belegt
1735 | Der Plan |
1720 | Der Plan // Ritterplan |
1720 | Auf dem Ritterplan |
1711 | Auf dem Plan vorm Grünerthore |
1702 | Auf dem Ritterplan |
1689 | Auf dem Ritterplan |
1687 | Auf dem Ritterplan |
1626 | Auf dem Masch auf dem Plan |
1620 | Rodenplan |
1601 | vor dem Gronerthore uf dem Ritterplan vor dem Groner Tor auf dem Ritterplan |
1593 | Auf dem Röenplan |
1551 | vor dem Hilligen Geiste upm Rodenplan |
1507 | up deme Roden Mackede jeden dem Hilgen Geiste |
Die Straße „Groner – Tor – Straße“ wurde erst 1864 im Zuge der damaligen Neunummierungen der Häuser und Straßennamen neu angelegt. Danach wird die Groner-Tor-Straße oftmals auch noch als Groner-Thor-Straße“ bezeichnet, bedingt durch die damalige Schreibweise.
Der Westteil verlief von der Höhe des Leinekanals bis zum Wall. Der Name Plaan steht in Bezug auf die Kommende des Deutsch Ritterordens. Zeitweilig trug dieser Bereich auch den Namen “Ritterplan”. Die Straßeneinbuchtung gegenüber der Kommende hieß früher im Volksmund auch Kauhschietenplan. Von hier aus fand bis weit ins 19. Jahrhundert der Austrieb der städtischen Kuhherden statt, je zum Leidwesen der Anwohner. Kauhschiete (mnd für Kuhscheiße) , das die Kühe hier ihre Exkremte hinterließen . Der Name Plan war eine frühere Bezeichnung aus dem 18 Jahrhundert für diesen Straßenabschnitt und bezog sich auf Kommende.
Der Ostteil verlief vom Papendiek über Leinekanal – Angerstraße bis zum Gebäude der Kommende. Bedeutung des Namens “Grün” siehe auch unter Groner Straße.
Kuhleine auch „Kleine Leine (1545/56 = Lutke Leine)“ genannt trat ursprünglich durch einen im Pfarrgarten von St. Marien an der Angerstraße Walldurchfluß in die Stadt ein, durchfloss den Anger in nördliche Richtung am Plan die Leinefurtstraße überquerte , die Neustadt durchfloss und auf Höhe der Goetheallee 8 wieder in den Leinekanal einmündete.
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „strata publica“ u. „up sionte Johannis damme“ für die Straße erwähnt.
Geschichte zur Marien – Kirche : https://marienkirche-goettingen.wir-e.de/geschichte-und-gegenwart
Marien – Kirche : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Marien_(G%C3%B6ttingen)
Grotefend – Wall PLZ 37073 [00.00.0000]
1961 Wall [03.02.1961]
1947 Wall [07.03.1947]
1935 Hindenburg – Wall [30.03.1933]
1864 Wall [03.06.1864]
Der Grotefend-Wall bezieht sich auf den Abschnitts des Walles zwischen Weender Straße / Weender Tor bis zur Obere Maschstraße. Im Volksmund wurde dieser Teil früher auch Essigwall genannt, da durch die frühere Firma Grotefend u. a. auch Essig hergestellt wurde und der Geruch über den Wall zog.
Habichtsweg PLZ 37075 –[UNBEKANNT]
1482 Hobeckesweg
Alter Feldweg vom Habichtsbach („Habecke“). 1883 zum ersten Male in den Adressbüchern erwähnt.
In den Adressbüchern 1932,1937, 1939 , 1947 und 1956 führte der Habichtsweg - (zwischen den HN 50 und 52 im Bereich der heutigen Albert – Einstein – Straße ) - noch vom Düsteren – Eichenweg über die Ewaldstraße bis zur Herzberger Landstraße.
In den Adressbüchern 1932, 1937 und 1939 werden unter der Adresse Habichtsweg HN 1 der Besitzer Max und Nathan Hahn erwähnt.
Erst im Adressbuch von 1965 beginnt der Habichtsweg ab der Ewaldstraße. Der ursprüngliche Weg zwischen Düstere Eichenweg und Ewaldstraße ist vermutlich durch die heutige Albert – Einstein – Straße überbaut.
Hainholzweg PLZ 37083 [03.06.1864]
1492 Heynoltsweg
Benannt nach dem Hochwald des Hainholz. Älteste bekannt Weg vom Albanitor über den Hainberg in den Hochwald des Hainholz. Der Weg endet heute am Fuße des Hainbergs. Der Abschnitt zwischen Albanitor und der früheren Einmündung des Schildweges entfiel bei der Neugestaltung des Umfelds der Stadthalle.
Im Göttinger Adressbuch von 1862 unter der Bezeichnung „ Albanitor nahe dem Tor gelegen“. Der heute „Kehr“ (Borheckstraße 66 fiel damals unter der Bezeichnung Hainholzweg 12
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Es wurden einige Hausnnumer des Hainholzweges anderen Straßen zugeordnet
AD 1890 AD 1891
Hainholzweg 3 Schildweg 38
Hainholzweg 14 Grüner Weg 9 ( Wagnerstraße)
Hainholzweg 15 Grüner Weg 7 (Wagnerstraße)
Hainholzweg 15 a Grüner Weg 8 (Wagnerstraße)
Benannt nach Hermann Föge, 1878 - 1963 . Rechtsanwalt . Gründete 1945 die liberaldemokratische Partei in Göttingen. Von 1948 bis 1956 Oberbürgermeister der Stadt Göttingen. 1957 Verleihung der Ehrenbürgerrechte.
Herzberger Landstraße PLZ 37073 , 37085 , 37075 –[24.05.1923]
1864 | Herzberger Chaussee [03.06.1864] |
1857 | Hainberg Chaussee |
1812 | Herberhäuser Heerstraße |
1377 | de wegh, de da gheyd to Herborghusen |
Im Adressbuch von 1965/66 sind die Hausnummern 198,202,206,208,210 und 214 dem OT Herberhausen zugeordnet.
Im Adressbuch von 1862 wird die Straße im Adressbuch als „Albanithor an der Hainberg Chaussee“ und „Albanithor nahe dem Thor gelegen“ bezeichnet.
Laut Adressbuch von 1890 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.
Laut Adressbuch von 1920 gab es eine Umnummerierung der Häusernummern.
Änderung ADRESSBUCH 1888/89 zur 1890
AB 1888/89 AB 1890
Herzberger Chaussee 13 Düstere Eichenweg 2
Hiroshima - Platz PLZ 37083 - [14.08.1992]
1947 Am Geismartor [07.03.1947] - TLW
1934 Zweiundachtziger Platz [29.11.1934]- TLW
1864 Platz am Geismartor
Der heutige Hiroshima - Platz wurde erstmalig 1864 als Platz am Geismartor erwähnt, damals gab es in Göttingen eine neue Durchnummerierung der Hausnummer, wobei es u.a. zu Straßenumbenennungen / Neubenennungen in Göttingen gab.
Auf Anregung von Oberstleutnant Dieterichs, ein alter 82er, wird der Platz am Geismartor durch die Stadtverwaltung 1934 in Zweiundachtziger - Platz umbenannt. Es sollte an das 2. Kurhessische Infanterie - Regiment erinnern, das von 1871 bis 1920 in Göttingen stationiert war. Die Kaserne befand sich früher auf dem Gelände des heutigen Neuen Rathauses. Von der Kaserne steht heute nur noch das alte Stabsgebäude, welches als Amtshaus von der Stadt Göttingen genutzt wird. Im Rahmen der Entmilitarisierungsstrategie wurde der Platz 1947 in Platz am Geismartor umbenannt. 1992 beschließt der Rat der Stadt alle Gebäude des euen Rathauses postalisch um zubenennen in Hiroshima-Platz 1 – 4
Seit August 1987 ist Göttingen Mitglied im Hiroshima - Nagasaki - Städtebündnis („Mayors of Peace “ = Bürgermeister für den Frieden.). Das „Mayor of Peace “ ist eine internationale Organisation von Städten, die sich der Friedensarbeit - besonders der atomaren Abrüstung - verschrieben haben. Die Organisation wurde 1982 auf Initiative von Takeshi Araki, dem damaligen Bürgermeister von Hiroshima, gegründet. Die 1987 durch die Stadt Göttingen endgültig erworbene Skulptur „Doppelkentaur “ von Uwe Appold soll als Mahnmal gegen den Krieg daran erinnern.
Hospitalstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1881 | Hospitalstraße |
1862 | Düsterestraße (TLW, Göttinger Adressbuch 1862 ) |
1862 | Rähmenstraße |
1857 | Hospitalstraße ( Göttinger Adressbuch 1857) |
1824 | Hospitalstraße |
1790 | Neue Hospitalstraße |
Zusammenlegung der Neue Hospitalstraße ( 1767) und der Rähmenstraße ( 1864)
Rähmenstraße ( 1864 )
1862 | Rähmenstraße |
1773 | In den Wandrähmen (Schilling ) |
1753 | Hinter den Rähmen // In den Wandrähmen |
1750 | Hinter den Rähmen // In den Wandrähmen |
1750 | Bey der kleine Mühle |
1749 | Hinter den Rähmen |
1740 | Bey der kleinen Mühle |
1740 | In den Wandrähmen |
1739 | In den Wandrähmen |
1737 | In den Wandrähmen ( Gesmer) |
1737 | Bey der kleinen Mühle (Gesmer) |
1720 | Hinter den Rähmen |
1702 | Hinter den Rähmen |
1687 | Hinter den Rähmen |
1559 | Hinter den Remen |
1540 | Rahmenworth |
1477 | De Molenstraten |
1342 | via qua itur ad Molendium |
|
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0000 | Geysmar Wege |
0000 | Hinder den Rähmen |
0000 | in den wantremen (Spätmittelalter) |
Die Straße „Bey der kleinen Mühle“ wurde in die heutige Hospitalstraße( damals Rähmenstraße ) eingegliedert. Der Name bezieht sich auf die Odilien- und die Lohmühle am Leinekanal. Im Jahre 1737 verlief die Straße „In den Wandrähmen“ von der heutigen „Kurze Geismarstraße bis hin zur Düsteren Straße. Die heutigen Verbindung zur Nikolaistraße und zur Kurze Straße bestand damals noch nicht.
Die Hospitalstraße in der heutigen Form gibt es erst seit 1864. Die Straße ist eine Zusammenlegung der Neue Hospitalstraße (ab 1767) und der Rähmenstraße. Der Name Hospitalstraße bezieht sich auf das früher vorhandene Hospital St. Crucis. Die Neue Hospitalstraße verlief damals von der Kurze Straße zur Kurze Geismarstraße. Die Rähmenstraße verlief westlich von der Kurze Straße bis hin zur damaligen Odilienmühle. Der Namen Rähmenstraße leitet sich von „Rähmen“ ab. Dies ist ein von Gräben durchzogenes Gebiet, das den Tuchmachern zum Aufspannen ihres Tuches diente, welche sie auf Rahmen spannten. Weitere Gebiete der Tuchmacher waren die damalige Neustadt und dem Freudenberg. Der Freudenberg ist eine leichte Erhebung im Bereich nördlich der Goetheallee bis etwas Höhe Waageplatz, im Westen durch denn Wall und im Osten durch den Leinekanal begrenzt. Den Namen Freudenberg erhielt der Platz vermutlich im 14. Jahrhundert, wo in diesem Bereich Turniere abgehalten worden sind.
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „in den wantremen“ für die Straße erwähnt.
Die Straße „Rähmenstraße“ war früher ein Verbindungsweg zwischen dem damaligen alten Geismar Dorf und der Odilienmühle.
Nach Vergleich der Adressbücher von 1862 und 1865 wurde einige Häuser der Düstere Straße der Hospitalstraße zugeordnet.
Hospitalstraße 5 + 7
Die Gebäude beherbergte das Institut für Metall der Physikalischen Fakultät. Nach Umzug in die neuen Gebäude in Göttingen – Nord wurden die im rückwärtigen Bereich befindlichen Labore , Werkstätten und Schuppen abgerissen. Die Fläche soll nach dem Bebauungsplan Göttingen Nr. 140 vom 08.06.2005 neu bebaut werden
Änderung ADRESSBUCH 1862 zur 1864
AB 1862 AB 1864
Düsterestraße 719 Hospitalstaße 7
Humboldtallee 37073 – [12.02.1965]
1947 Kirchweg [07.03.1947]
1895 Gartenstraße
1887 Kirchweg[unbekannt]
1340 Oberer Weender Weg
1332 via superior ducens Wenden (oberer nach Weende führende Weg)
Humboldtallee
Benannt nach den Brüdern Alexander (1769 – 1859) u. Wilhelm (1767-1835) Freiherr von Humboldt
Kirchweg
Der Kirchweg ist ein Stück des alten Hellweges, des alten Handelsweges östlich der Leine, der in nördlicher Richtung durch Weender Feld geradlinig auf die Weender Kirche lief.
Ingeborg - Nahnsen - Platz PLZ 37083 – [11.11.2005]
1978 Saathoffplatz [03.02.1978]
0000 Geismar Landstraße HN 25 (ehemalige Wörthkaserne)
Im Januar 1978 erfolgte der Beschluß auf dem Gelände der ehemaligen Wörth – Kaserne zwischen Geismar Lanstraße und Leibnizstraße den Namen Saathoff – Platz zu geben.
Ingeborg – Nahnsen – Platz:
Benannt nach Ingeborg Nahnsen, 1923 – 1996, Prof. der Uni Göttingen, 1968 - 1991 für die SPD Mitglied im Rat der Stadt.
Saathoffplatz:
Benannt nach Albrecht Saathoff, 1875 – 1968, Theologe, machte sich um die Darstellung der Göttinger Stadtgeschichte verdient.
Jacobikirchhof PLZ 37073 –[03.06.1864]
1920 | Jakobi – Kirchhof ( Adressbuch 1920) |
1862 | Poststraße |
1765 – 1768 | Jacobi – Kirchhof *1 |
1571 | up S. Jacobi Kerckhofe |
1532 | Cimiterium St. Jacobi (Jacobikirchhof) |
1279 | iuxta Ecclesiam b. Jacobi |
1245 | in cimitrio S. Jacobi (auf dem Friedhof d. sel. Jakobus) |
|
|
0000 | op dem Jakobi – Kerckhofe |
Der Name “op dem Jakobi – Kerckhofe“ geht auf die Lage des Friedhofes um die Kirche zurück. Der Name ist urkundlich nachgewiesen. Bis 1747 zur Eröffnung des Bartholomäus – Friedhofes wurde dieser Raum von der Jacobi – und der Johannisgemeinde als Friedhof benutzt.
St. Jacobi – Kirche : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Jacobi_(G%C3%B6ttingen)
Im Adressbuch von 1862 sind einige HN unter „Poststraße“ erwähnt.
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 erwähnt.
Jahnstraße PLZ 37073 – [23.10.1913
Im Vergleich der Adressbücher von 1937zu 1939 deutet es auf eine Um- / Neunummerierung der HN hin. Ggf. Könnten einiger der HN anderen Straßen zugeordnet worden sein.
Jakob – Henle – Straße PLZ 37075 – [02.09.1955]
Johanniskirchhof PLZ 37073 – [03.06.1864]
Außer der Kirche und dem Friedhof an der Südseite galt um 1500 auch die westliche Häuserreihe, bestehend aus Pfarrhaus nebst dazugehörenden Buden und der 1494 erbauten nördlich erbauten Ratsschule als Teil des Kirchplatzes
1765 – 1769 | Johannis Kirchhof *1 |
1576 | up S. Joannis Kerkhofe inter der Schole und Parners boden gelegen |
1416 | Cimiterio Sti Johanns |
1363 | kerkhove to S. Johanse |
1360 | cimiterium |
1355 | prope Cimiterium Sti. Johannis |
|
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0000 | platea septentriomalis eimiterii S. Johannis (Spätmittelalter) – Nordseite des Johanniskirchhof |
Erst 1864 wurde die westliche Randbebauung des Kirchplatzes die heutige Straßenbezeichnung „Johannis – Kirchhof“ eingeführt
Die Häuser an der Süd – und Nordseite des Kirchplatzes lagen:
1418 teghen Sinte Johannis Kerkhove
1545 ex positio Cimiterii Scanti Johannis
Dabei galt die südliche Reihe stets zugleich als zur Johannisstraße gehörend:
1584 in S. Johans Straßen gegen der Kirche
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
St. Johannis : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannis_(G%C3%B6ttingen)
Johannisstraße PLZ 37073 - [03.06.1864]
1857 | Johannisstraße ( Göttinger Adressbuch) |
1816 | Johannees Straße |
1812 | Johanes Straße |
1765 – 1769 | Johannisstrasse *1 |
1753 | Johannis Straße |
1737 | Johannis – Strasse |
1636 | S. Johannstraße |
1635 | Johannstraße |
1633 | S. Johannstaße |
1621 | Johansstraße |
1612 | Johansstraße |
1608 | Johannisstraße |
1585 | Platea Divi Johannis |
1574 | S. Johannis straten |
1562 | In S. Johansstraten |
1546 | In platea Johannis |
1535 | In platea sant Joannis |
1535 | Platea Scant Johannis |
1443 | Sunte Johannisstraten (sunte ist entstanden aus über sente, sinte aus Scanti) |
1347 | platea s. Johannis |
1347 | in platea S. Johannis nostre civitatis |
|
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0000 | Johannis strate |
0000 | Platea Johannis |
0000 | Sant Johannisstrate |
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
St. Johannis : https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannis_(G%C3%B6ttingen)
Jüdenstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]
A. Nordteil – 1 (Weenderstraße bis Ritterplan) - Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert
1881 | Jüdenstraße |
1862 | Poststraße |
1857 | Poststraße ( Göttinger Adressbuch 1857 ) |
1832 | Poststraße und „Bey der Post“ (Bergmann) |
1824 – 1862 | Poststraße |
1812 | Poststraße und bey der Post |
1791 | an der Ritterhäuser oder sogenannten Poststraße |
1789 | in der sogenannten Post- oder Rittershäuser Straße |
1788 | Rittershäuser Straße |
1773 | Rittershäuser Straße (Schilling) |
1765 – 1769 | Rittershäuserstrasse *1) |
1753 | Rittershäuser Straße |
1750 | Ritters Häuser Straße |
1739 – 1762 | Ritterhäuser Straße |
1737 | Rittershäuser Straße (Gesmer ) / Riddershäuser – Straße |
1734 | Reddingshäuser Straße |
1734 | Reddingshuser Gasse |
1720 | Reddingshuser Straße |
1702 | Reddingshuser Straße |
1689 | Reddingshuser Straße |
1687 | Reddingshuser Straße |
1624 | Reidershusischen Straße |
1619 | Reidersheusische Straße |
1614 | Redershüsische Straße |
1613 | Reidersheusischen Straße |
1612 | Reidershüsischen Strße |
1611 | Reidershusischen Straße |
1608 | Redershusischen Straße Reidershusischen Straße |
1607 | Redershüsischen Straße |
1601 | Reidershusischen Straße Reidershausischen Straße |
1599 | Reidershausischen Straße |
1596 | Reierhusischen Straße Rodenhausischen Straße |
1593 | Riddershausischen Straße Reidersheusischen Straße |
1591 | Reiershuseschen Straße |
1590 | Reidershusischen Straße (Reddingeshusischen Straße) |
1588 | Reiershussischen Straße (Redingeshuser Straße) |
1585 | Reddingshuser Strate bethan de Borch und boven S. Jacobi Chore |
1576 | Reddingeshuserstraten |
1574 | Rodenstraten |
1571 | Reddeshuserstraten |
1569 | Redingereshuserstraße Redershuser Straße |
1568 | Redingershuser Straten |
1566 | Reddershusschen Strat |
1557 | Rengershusischen Straten |
1546 | In platea Reddyngeshusen Reddingeshuser Straten |
1541 | Reddyngeshuserstraten |
1540 | Reddingshuseschen Straten |
1536 | Reddershuseschen Straten |
1533 | Reddingeshusschen Straten |
1532 | In platea Reddingeshusen Reddingeshusenstraten |
1419 | reddingeshusenstrate |
B. Nordteil – 2 ( Ritterplan bis Speckstraße Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert )
1773 | Sehn. Straße ( Schilling) |
1762 | Jehnstraße |
1750 | Jehn Straße |
1747 | Jehn. Straße |
1546 | hinder S. Jacob am orde nach der Borchstrate gelegen |
1536 | in der Langen Jodenstraten jegen Sinthe Jacobi Kerckhoves |
1532 | In opposite St. Jacobi |
1419 | retro Parochiam Sti. Jacobi versus orientem |
1416 | thegen Sinte Jacobi |
1412 | Platea ex opposition St. Jacobi |
1388 | ex opposite Cimiterii St. Jacobi |
C. Mittelteil ( Ritterplan bis Barfüßerstraße)
1857 | Jüdenstraße (Göttinger Adressbuch 1857) |
1824 | Jüdenstraße |
1812 | Jüden Straße |
1773 | Juden Straße |
1768 – 1769 | Jüdenstrasse |
1765 – 1769 | Judenstrasse *2) |
1753 | Jüdenstraße |
1750 | Jüdenstraße // Juden Straße |
1749 | Jüdenstraße |
1740 | Judenstraße |
1737 | Juden Straße |
1734 | Lange Judenstraße |
1720 | Lange Jüdensstraße |
1702 | Jüdenstraße |
1689 | Jüdenstraße |
1687 | Jüdenstraße |
1637 | Judenstraße |
1635 | Judengasse |
1634 | Langen Judenstraße |
1625 | Judenstraten |
1618 | Judenstraten |
1614 | Judenstraten |
1607 | Judenstaße |
1599 | Godenstraße (in den Schloßregister : boven St. Jacobi Chore) |
1596 | Jodenstraße |
1591 | Jonenstraße Jodenstratten |
1587 | Jodenstratten |
1585 | Juadeorum longa (südliche Jüdenstraße zwischen Speckstraße und Barfüßerstraße) |
1584 | Josenstraten |
1533 | Longen Judenstraten In platea judorum longor. (in der Lange Jüdenstraße) |
1532 | Judenstraten |
1531 | Jodenstraten |
1531 | Langen Jodenstraten |
1470 | in der Langin Joedenstraten |
1419 | judeorum longa |
1419 | retro parochiam s. jacobi (Hinter der Jakobikirche) |
1412 | Judeorum longa |
1373 | in Platea judeorum |
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0000 | De Jodenstrate |
0000 | Platea Judeorum |
d. Südteil ( Barfüßerstraße bis Rote Straße) - Straßenteil in die Jüdenstraße eingegliedert
1865 | Rosmarienstraße |
1862 | Rosmarienstraße |
1843 | an der Rothen – und Rosmarienstraße |
1833 | Lorbeerengasse / Rosmarienstraße |
1832 | Rosmarien Gäsgen |
1824 | Rosmarien - Gäsgen |
1788 | Neue Querstraße |
1773 | Bey Böhnigs Ecke ( Schilling ) |
1753 | Böhnings Ecke |
1750 | Bey Böhnings Ecke |
1740 | Bey Böhnings Ecke |
1739 | bei Böhnigs Ecke |
1737 | Böhnigs Ecke ( Gesmer ) / Kleine Gäsgen an Böings Ecke |
1734 | Rosmarien - Gasse |
1720 | Rosmariengasse |
1532 | in der Barvoten Straten inter Andream Emerman et plateam qua itur add plateam Roden Dictam |
1530 | in der Roden Straten twisken der gassen an der Barvoten Straten |
1461 | in der Roden Straten an dem orde der stinckenden gasse |
1461 | Stinckende Gasse |
Die eigentliche Jüdenstraße verlief früher von der Straße „Ritterplan“ bis zur „Barfüßerstraße“. Der heutige Nordteil (Straße von „Weender Straße“ bis „Ritterplan“) war früher die Poststraße (1739). Abwechselnd mit der Straßenbezeichnung Riddagshäuser Str., Ritterhäuser Str., Poststraße). Das südliche Ende der Jüdenstraße war früher die Rosmarienstraße / Neue Straße / Bey Böhnigs Ecke / Rosmariengasse, die Verbindung zwischen Barfüßer Straße und Rote Straße. Eine Verbindung von der “ Rote Straße” über die Mauerstraße und Lange Geismarstraße bis zur “Kurze Geismarstraße” existierte 1737 nicht.
Im Stadtplan von Schilling aus dem Jahre 1773 war die heutige Jüdenstraße in 4 Straßenzüge unterteilt: A. Rittershäuser Straße (Bereich Weender Straße bis Ritterplan), B. Sehn. Straße ( Bereich Ritterplan bis Speckstraße ) , C. Judenstraße ( Speckstraße bis Barfüßerstraße ) D. Bey Böhnings Ecke (Barfüßerstraße bis Rote Straße).
Die Reddingshuser Straße wurde vermutlich nach dem Ort Reyershausen benannt. Die Bezeichnung „Redding“ wurde vermutlich fälschlicherweise als „Ritter“ interpretiert , daher die Bezeichnung Ritterplan.
Die damalige Rosmariengasse gehörte damals zum Barfüßerkloster. Der Name könnte sich evtl. auf die betenden Mönchen mit ihren Rosenkränzen beziehen.
10. März 1348 herzogl. Schutzbrief für die Judenschaft, der u. a. die Freizügigkeit zusteht. Die Juden haben an die Landesherrschaft zu Michaelis jeden Jahres für den Schutz 4 1/2 Mark lötigen Silbers zu zahlen. (aus : Stadtarchiv Göttingen https://www.stadtarchiv.goettingen.de/chronik/1348.htm).
Lötiges Silber war damals eine Maßeinheit in der Münztechnik ; siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Lot_(Feingehalt)
Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen , 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „de lange jodenstrate“u. Reddingshuser strate“ für die Straße erwähnt.
http://www.wiki-goettingen.de/index.php?title=J%C3%BCdenstra%C3%9Fe
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
Jutta – Limbach – Straße PLZ 37073 – [16.06.2018]
2006 Am Güterverkehrszentrum
Die Jutta – Limbach – Straße wurde aus der Straße „Am Güterverkehrszentrum“ herausgetrennt un die HN Am Güterverkehrszentrum 3 in Jutta – Limbach – Straße 3 umbenannt. (RatsInfo : FB61/1544/18 v. 15.06.2018)
Am Güterverkehrszentrum
Benannt nach dem anliegenden Güterverkehrszentrum , dem früheren Güterbahnhof.
Jutta – Limbach - Straße
Benannt nach Jutta Limbach ,1934 - 2016
Kaiser – Wilhelm – Allee PLZ 00000 – [00.00.0000]
1888 Kaiser-Allee
0000 Kastanieallee
Die Kaiserallee tauchte ca. 1890 in den Karten auf und verläuft vom Hainholzweg bis zur Herzberger Landstraße. Auf einer Stadtkarte 1 : 2000 von 1953 ist die Straße noch vorhanden , danach verschwand sie aus der Karte. Auf den allgemeinen Straßenkarten ist die Straße allerding auch noch danach vorhanden. Auf karten von OpenStreetMap aus dem Jahre 2021 taucht die Straße dann als Kaiser – Wilhelm – Allee auf. Am unteren Weg der Kaiseralle befindet sich ein Gedenksein mit der Aufschrift "Kaiser - Wilhelm - Allee , 1890."
Der Weg wurde auch imVolksmund als "Kastanienallee bezeichnet.
Kleperweg PLZ 37085 – [03.06.1864]
1883 Klepperweg (ADressbuch 1883)
1620 vor dem Albanitor am Kleper Weg
1598 Kleperwege
1482 up den weg vor den Kleppern (Weg nach dem Kleperberg)
Laut dem Adressbuch von 1892 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Köngigsallee PLZ 37079 – [03.06.1864]
1857 Königsallee
0000 Auf dem Triftwege ( 18. Jahrhundet)
0000 Lenglerner Landstraße
0000 Lenglerner Chaussee
Die Lenglerner Landstraße wird in Verbindung mit der Goetheallee im Göttinger Stadtarchiv - Alte Hauptregistratur unter Abteilung I C mehrfach erwähnt.
Der Name der Straße leitet sich vom König Otto IV (Otto IV. von Braunschweig (ca. 1176 – 1218) ab, der diesen Weg von der heutigen Kasseler Landstraße zu seinen Burg Pfalz Grona anlegen ließ.
Für das Jahr 1857 wird im Göttinger Adressbuch Levin´s Fabrik erwähnt. Im Göttinger Adressbuch von 1862 wird die Straße als „Gronerthor - an der Königsallee“ erwähnt (Levin´s Fabrik)
Laut dem Adressbuch von 1891 gab es eine Neu - / Umnummerierung der HN in die rechte und linke Straßenseite.
Laut Adressbuch von 1920 gab es eine erneute Umnummerierung der Hausnummern.
Königsberger Straße
Benannt nach der Stadt Königsberg , dem heutigen Kalingrad.
Königsstieg PLZ 37079 – [12.02.1937]
2022 Teilstück zwischen Königsstieg und Ernst – Abbe – Straße ( Neuwidmung) [29.12.2022]
früher Am Königsstieg und Greitweg
1936 Am Königsstieg
1892 Greitweg
1731 Auf dem Königsstiege
Der Königsstieg ist eine Zusammenlegung der Straßen “Am Königsstieg” später Königsstieg und “Greitweg”. Die Straße “Am Königsstieg” verlief von Ecke Königsallee / Grätzelstraße bis Friedrich-Naumann-Straße. Der hier genannte Greitweg verlief von der heutigen “Friedrich–Naumann–Straße” bis zur Groner Landstraße und ist nicht mit dem heutigen Greitweg identisch.
Nach dem Göttinger Einwohnerbuch von 1949 gehörte die rechte Straßenseite zu Stadt Göttingen; die linke Seite jedoch zur Gemeinde Grone, da sich hier die Gemeindegrenze Göttingen / Grone verlief. Der Name Greitweg leitet sich vom mnd. greit ab, was für Kalkmergel oder Kalktuff steht und bezieht auf den Boden in dieser Gegend.
Gemäß Amtsblatt der Stadt Göttingen , Nr. 55 vom 28.12.2022 wurde ein Teilstück des Weges zwischen Königsstieg und Ernst – Abbe – Straße als Gemeindestaße gewidmet.
Kornmarkt PLZ 37073 – [05.03.1976]
1945 | Weender Straße (TLW) [17.04.1945] |
1938-1945 | Straße der SA (TLW) [28.01.1938] |
1864 | Kornmarkt [03.06.1864] |
1862 | Markt (Adressbuch 1862) - TLW |
1857 | Kornmarkt (Göttinger Adressbuch 1857) |
1812 | Kornmarckt |
1765-1769 | Am Kornmarckt *1) |
1765 – 1769 | Kornmarckt *2
|
1753 | Am Kornmarkt // Korn - Marckt |
1750 | Am Kornmarkt // Korn Marckt |
1749 | Am Kornmarkt |
1740 | Kornmarckt |
1736 | Gülden Straße , Korn Marckte |
1734 | Korn – Marckt |
1720 | Am Kornmarkt |
1702 | Am Kornmarkt |
1689 | Am Kornmarkt |
1687 | Am Kornmarkt |
1634 | Fromentmarkt |
1591 | in der Gulden Straten |
1585 | Ex oppositio popinarum (östliche und westliche Seite des Kornmarkt) |
1531 | HN 8 (Priz. HN 111) ex opposite fori (gegenüber dem Markt) in acie (an der Ecke) de Roten Staße |
1419 | Ex oppositio macellorum (gegen den Fleischmarkt) |
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0000 | gegen den garbraden (Spätmittelalter) |
0000 | Umme dat brodhus |
Ostseite
1590 | am Gülden Orde ( Ecke der Güldenstraße) |
1503 | jegen den Garbraden (Garküche) |
1461 | jegen den Koldunen Bencken (=Verkaufsstände für exbare Engeweide) |
1458 | teghen den Scharren |
1416 | opositum Donum Pistorum (= Bäcker-Gildehaus) |
1412 | oppositum Macellorum |
Westseite
1634 | Gegen dem Fischsteine |
1632 | Gegen dem Fischstein |
1631 | Gegen dem Fischstein |
1598 | Gegen dem Vischesteine (Fischestein) |
1568 | Gegen dem Visschestein |
1564 | twischen dem Schnare und sinem eigen huse jegen dem Vischsteine |
1546 | Boven dem Fischstein |
1536 | teghen dehme Vischteyne |
1466 | jegen den Fischbencken |
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0000 | Tegen dem Visgesteine |
Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Straßenabschnitt den Namen Güldenstraße, ab Anfang der 18. Jahrhunderts Kornmarkt
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766 , Ostern 1768 – Michael 1768.
*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768, Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
*3) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1768 – Michael 1768 erwähnt.
Im Adressbuch von 1865 wurden einige Häusernummer des „Markt“ dem Kornmarkt zugeordnet.
1938 wurden der Kornmarkt und die Weenderstraße zur Straße „Straße der SA“ zusammengefasst. Die Umbenennung wurde 1945 übernommen und erst mit Neugestaltung wurde im Jahre 1976 der Kornmarkt wieder aus der Weender Straße herausgetrennt.
Im Göttinger Adressbuch von 1995 werden die HN Weender Straße 1 – 9 und 2 – 16 der Straße Kornmarkt zugeordnet.
1634 als Fromentmarkt erwähnt. Der Name leiter sich frumentum = korn ab.
Kurze Geismarstraße PLZ 37073 – [03.06.1864]
Verbindung zwischen Rote Straße und Geismar Tor.
Bestand aus 3 Teilstücken:
Teilstück Lange Geismar Straße zum mittleren Tor
1857 | Kurze Geismarstraße ( Göttinger Adressbuch 1857) |
1812 | Geismar kurtze Straße |
1788 | Geismar kurze Straße |
1781 | an der Geißmar Kurtzen Straße an dem Geißmar Thore |
1737 | Im Geißmar alten Dorfe |
1734 | die Geismar kurtze Straße |
1704 | vorm Geißmar Thore |
1585 | Geismariensins Brevis |
1553 | in der Korten Straten des Geismer Olden Dorpe |
1549 | Geismariensis Brevis |
1419 | geismar. Brevis |
1416 | Korte Gheymer Strate |
1408 | Plaeta Geysmarensis Brevis |
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0000 | Korte Geismarstrate |
Teilstück vom mittleren zum äußeren Tor
1564 | in der Geismerstraten jegem dem Hilligen Crutze |
1553 | korte Geismar Strate |
1414 | extram Valvam |
1397 | Geysmer Wege |
1397 | buten unser stad und oldeme dorpe vor dem Geysmar Dore by deme teygelhus und wege de geyd von dem Geysmar Wege to der Odylygen Molen |
Dritte Teilabschnitt von der Langen Geismar Straße bis Rote Straße
Neue Straße wurde in die Kurze Geismarstraße eingegliedert
1857 | Neue Straße ( Göttinger Adressbuch 1857) |
1812 | Neue Straße |
1796 | Querstraße |
1786 | Neue Straße |
Der Straßenname „im alten Geißmar Dorf“ wird bei Gesmer 1737 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war der Straßenverlauf von Geismar Tor bis zur Lange Geismarstraße. Eine Verbindung zwischen der Lange Geismarstraße und der Rote Straße existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Die Neue Straße war früher die Verbindungsstraße zwischen der Langen Geismarstraße und der Rote Straße. Sie wurde in die Kurze Geismarstraße eingefügt und nach ihr benannt. Unter Dörries, Dr. Hans – Die Städte im oberen Leinetal Göttingen, Northeim und Göttingen, 1925 wird für das Spätmittelalter der Straßennamen „platea Geismariensis brevis“ für die Straße erwähnt.
Kurze Straße PLZ 37073 – [03.06.1864]
1862 | Kurze Straße (Zusammenfassung Kurze Straße und Kurze neue Straße) |
1857 | Kurze Straße ( Göttinger Adressbuch 1857 |
A. Kurze Straße (Alter Teil)
Ältester Teil nur bis zur Stadtmauer an der Turmstraße. Nach dem Mauerdurchbruch 1767 nach Süden bis zur neuen Hospitalstraße
1812 | Kurtze Straße |
1768 – 1769 | Kurzestrasse *3) |
1767 – 1768 | Kurtze Strasse *2) |
1765 – 1767 | Kurtzstrasse *1) |
1750 | Kurze Straße |
1750 | Kurtze Straße |
1740 | Kurtze Straße |
1737 | Kurtze Straße |
1734 | Kurze Straße |
1635 | Korten Straße |
1605 | Korttenstraße |
1585 | Platea brevis (bis zur HN 6 und Kath. Kirche und nördliche Seite der Turmstraße bis Nikolaistraße) |
1561 | Cortenstraten |
1546 | In platea Brevi |
1419 | brevis platea |
1416 | de Korte Strate |
1414 | Platea brevi |
1412 | vridaghes strate (Freitagsstraße) |
1402 | in Platea Brevi dicta Vrydages Straten |
1400 | platea brevis dicta Vrydages Straten (in der kurzen Straße genannt Vrydages Straten) |
1357 | Vrydagstrate (benannt nach der um 1400 abgewanderten Kaufmannsfamilie Frigedag) |
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0000 | Plateam brevem |
0000 | Korte strate |
B. Kurze neue Straße (Straßenverlauf zwischen Turmstraße und Hospitalstraße)
1821 | an der kurzen neuen Straße |
1812 | Kurtze neue Straße |
1788 | Kurze neue Straße |
1781 | Neue Straße |
1780 | Kurze neue Straße |
Der älteste Teil führte nur bis zur Stadtmauer. Die “Kurze neue Straße” war der Straßenverlauf zwischen der Turmstraße und der Hospitalstraße und wurde erst nach Schleifung (1767) der Stadtmauer errichtet. Davor endete die Kurze Straße in die heutige Turmstraße.
*1) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael 1765 – Ostern 1766, Ostern 1766 – Michael 1767 erwähnt.
*2) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Ostern 1767 – Michael 1767, Michael 1767 – Ostern 1768 erwähnt.
*3) Im Verzeichnis der Studierenden der Georg – August – Universität der Halbjahre Michael Ostern 1768 – Michael 1768 und Michael 1768 – Ostern 1769 erwähnt.
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